Von einer Geschichte geht bei jedem Erzählen etwas verloren, sagt man.


Nach dem Selbstmord ihres Vaters muss die junge Tamara aus ihrem Dubliner Glamour-Leben zu einfachen Verwandten aufs Land ziehen. Ihre Mutter ist vor Trauer über den Tod ihres Mannes kaum ansprechbar, und Tamara fühlt sich fernab ihrer Freunde völlig alleingelassen. Das einzig Interessante an dem abgelegenen Ort, an dem sie jetzt leben muss, scheint die ausgebrannte Ruine des alten Kilsaney-Schlosses. Doch dann entdeckt Tamara ein geheimnisvolles Buch: ein Tagebuch, in dem ihr eigenes Leben aufgeschrieben ist - und zwar immer schon der nächste Tag! Es führt Tamara zu den verborgenen Geheimnissen ihrer Familie und hilft ihr, den Weg zu Liebe und Zukunft zu finden.


Ich schreib dir morgen wieder ist für mich eine völlig neue Erfahrung gewesen was Ahern-Romane angeht, denn dieses Buch ist das spannendste, was ich bisher von der erfolgreichen Autorin gelesen habe.

Die gesamte Geschichte spielt sich eigentlich nur auf dem großen Anwesen de Kilsaneys ab und dem Bungalow, der sich auf der anderen Straßenseite befindet. Viele Bücher bei denen der Schauplatz ebenfalls nicht oft wechselt, schaffen es nicht so eine Spannung aufzubauen.

Am Anfang zog sich die Geschichte sehr in die Länge, weil nicht viel passierte. Erst nach den ersten einhundert Seiten konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, denn dann tauchte das Tagebuch auf, was Tamara schon den morgigen Tag erzählt. Tamara nutzt das Buch, um die Zukunft zu verändern und das Geheimnis zu lüften, das sich um das Anwesen und ihren Onkel Arthur und ihre Tante Rosaleen rankt.

An manchen Stellen hätte ich mir mehr von dem Tagebuch gewünscht als nur ein paar Einträge, denn es kam mir manchmal so vor, als hätte das Buch nur eine Nebenrolle.

Doch Ich schreib dir morgen wieder hat nicht nur den magischen Tatsch durch das Tagebuch, das die Zukunft kennt, sondern es gruselte mich an so manchen Stellen sogar. Tamaras Tante Rosaleen ist eine sehr merkwürdige Frau, die einem Angst einjagen kann. Den ganzen Tag kocht sie, versucht perfekt zu sein und des nachts schleicht sie sogar in Tamaras Zimmer, um sie einfach nur anzusehen.
Sie verhindert jeden Versuch Tamaras, ihrer Mutter aus deren Depressionen zu helfen und trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Sie hat die Geschichte eindeutigt zu einem kleinen Krimi und Thriller werden lassen. Die anderen Charaktere im Buch sind auch sehr ausgebaut gewesen, weshalb sie sehr authentisch waren. Sei es Tamaras Onkel Arthur, der immer die Nase hochzieht, Tamaras Mutter, die äußerlich perfekt ist und innerlich gebrochen oder Marcus, der einen Bücherbus durch die Gegend fährt, man konnte jeden Charakter in sein Herz schließen.

Um so weiter die Geschichte voranrückte, desto fesselnder wurde sie. Das Ende ist nicht nur das Happy End einer Liebesgeschichte, es ist ein Feuerwerk der Gefühle und gelüfteter Geheimnisse.
Jeder, der gerne Fanatsy-Bücher, Krimis, Thriller oder Liebesgeschichten liest sollte Ich schreib dir morgen wieder lesen.



Ich hoffe, ihr alle hattet ein wunderschönes Weihnachtsfest mit euren Lieben und dass so manche eurer Wünsche in Erfüllung gegangen sind.
Auch bei mir hat der Weihnachtsmann so einiges unter den Tannenbaum gelegt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Darunter sind zum Beispiel neun Bücher, die der liebe gute Herr wohl von meiner Wunschliste stibitzt hat. (;
Aber auch eine Leselotte und zwei hübsche Buchhüllen sowie ein Schmucklesezeichen, kann ich jetzt mein Eigen nennen. Zu diesen Sachen wird es aber noch einen gesonderten Eintrag geben.
Zurück zu den buchtastischen Weihnachtsgeschenken, die da heißen:
City of Ashes, City of Glass, City of Fallen Angels und City of Lost Souls. Die Reihe 'Chroniken der Unterwelt' ist damit in meinem Buchregal komplett, was mich riesig gefreut hat, da ich endlich wieder mit Clary in die Abenteuer der Schattenjäger eintauchen kann.
Dann reihen sich ebenfalls ein Das Schicksal ist ein mieser Verräter, das mir schon des öfteren ans Herz gelegt wurde und Liebe auf den zweiten Klick.
Worüber ich mich sehr gefreut habe, war, dass auch Die drei Leben der Tomomi Ishikawa, Wie Monde so silbern und Wen der Rabe ruft unter dem Tannebaum lagen. Diese drei hatte ich sofort ins Herz geschlossen.
Der SuB wächst also um einiges an, dank dem lieben Weihnachtsmann. (:






Meine Lieben, es ist soweit!
Der 24. Dezember 2013 ist kein kleines Kalendertürchen mehr, das man sehnsuchtsvoll endlich öffnen möchte, sondern endlich da. Das heißt gemütliches Beisammensein mit der Familie, leckeres Essen, nervige Weihnachtsmusik, die einem schon zu den Ohren rauskommt und heute Abend die Lieben mit Geschenken überraschen.
Ich liebe Weihnachten und freue mich auch schon das ganze Jahr auf dieses Fest. Seitdem ich ausgezogen bin, weiß ich das Zusammensitzen mit meiner Familie sogar noch mehr zu schätzen. Früher hat man oft am Essenstisch rumgezappelt und nur darauf gewartet, dass es endlich ins Wohnzimmer ging und die Erwachsenen mal ihre Gespräche einstellten. Jetzt weiß ich jedes einzelne Wort zu schätzen und jede Minute, die ich mit meinen Eltern und Großeltern zusammen sein kann.
Ich hoffe, dass auch ihr dieses Jahr mit den Menschen feiern könnt, die euch wichtig sind und dass alle eure Wünsche in Erfüllung gehen.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderschönes Weihnachtsfest mit eurer Familie und einen fleißigen Weihnachtsmann, der viele Bücher bringt!





●Erster Satz●
Im Haus ist es ganz still, jetzt, da er weg ist.

●Inhalt●

Die sechzehnjährige Jessie Lamb lebt in einer Welt, in der jede Frau, die schwanger wird, eines qualvollen Todes stirbt, noch bevor das Kind geboren wird. Die Ursache für das sogenannte Muttertod-Syndrom ist ein unbekanntes Virus, die Folgen sind katastrophal: Die Wissenschaft ist ratlos, Einwohnerzahlen gehen zurück, die Gesellschaften brechen zusammen und früher oder später werden die Menschen aussterben. Doch Jessie kann und will das nicht akzeptieren: Es muss einen Weg geben, die Welt zu einem besseren Ort zu machen und die Menschheit zu retten. Als ein Impfstoff entwickelt wird, der es ermöglicht, zumindestens das Leben der ungeborenen Kinder zu retten, fasst Jessie einen folgenschweren Entschluss ...

●Meine Meinung●
Nachdem durch eine ungeklärte Ursache MTS (Muttertod-Syndrom) ausgebrochen ist und tausende Frauen mit ihren ungeborenen Kindern umbringt, ändert sich das Leben der Jessie Lamb schlagartig. Die unbeschwerte Kindheit, die jeder mit gerade mal sechzehn Jahren führen sollte ist vorbei, denn das einzige, woran Jessie noch denken kann, sind die Kinder und die Zukunft, die sie niemals haben wird.

Diese Dystopie von Jane Rogers beschäftigt sich mit einem sehr realistischen Zukunftsszenario, das mir Gänsehaut bereitet hat. Bald werden die Kriege nicht mehr mit greifbaren Waffen ausgefochten, sondern durch Krankheiten, die niemand mehr bekämpfen kann. Bioterroristen versuchen der Menschheit ein Ende zu setzen.

Jessie ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, dessen Charaktergestaltung der Autorin sehr gut gelungen ist, denn Jessie hat Fehler und ist keine typische Heldin, die sich ihrer Sache immer sicher ist und weiß, dass sie das Richtige tut.

Durch die vielen verschiedenen Meinungen, die sich über das Thema MTS bilden, werden immer mehr Vereine geschlossen, wie zm Bespiel 'Die Noahs', eine sehr religiöse Gruppe, die auf die Erlösung Gottes wartet und MTS als Strafe für die Menschheit ansieht oder FLAME, eine Gruppe aus Feministen, die verhindern wollen, dass weiter an Frauen geforscht wird.
Auch Jessie ist einer der vielen Gruppen beigetreten, um etwas zu verändern.
Hier bringt Rogers sehr gut die Verzweiflung der Jugendlichen zum Ausdruck, die jetzt in der Welt leben müssen, die ihre Eltern für sie geschaffen haben. Der Drang, etwas zu verändern keimt in der Jugend auf, obwohl alles so ausweglos scheint.
Es war sehr interessant gestaltet, wie viele Gruppen sich bilden und wie viele verschiedene Meinungen es zu MTS und zur MTS-Forschung gibt außer 'Dagegen' und 'Dafür'.

Jessie sieht wie die Frauen in ihrem Umfeld an MTS sterben und sogar durch den unerfüllten Wunsch eines Kindes den Verstand verlieren, doch schon bald schließt sie sich dem Programm der 'Schlafenden Schönen' an, was ihren Tod bedeutet. Ihr Vater Joe ist Wissenschaftler und arbeitet selbst an dem Projekt mit. Aus Angst seine Tochter zu verlieren sperrt er sie ein und verlangt von ihr, alles aufzuschreiben, damit sie darüber nachdenken kann.
Jessies Testament.
Dieser Punkt war ebenfalls sehr realstisch dargestellt, denn wie würden Eltern reagieren, wenn sie ihr Kind nicht davon abhalten können, sich in ihren sicheren Tod zu begeben?

Das Buch wechselt immer zwischen Jessies Leben vor der Gefangenschaft, wo erzählt wird, wie sie zum Entschluss kommt, sich dem Projekt anzuschließen und wie sich MTS auf die Welt auswirkt und Jessis Leben in der Gefangenschaft.
Das baut eine Spannung auf, die sich bis zum Ende des Buches hält.

Rogers ist außedem sehr gut gelungen, den normalen Teenageralltag mit der Katastrophe MTS zu verbinden, wodurch sich das Buch sehr realistisch liest und man fest an so etwas glauben kann.

Im Ganzen ist 'Das Testament der Jessie Lamb' ein sehr empfehlenswertes Buch, da es sehr gut geschrieben ist und die Thematik interessant gestaltet ist.
Eine völlig neue Dystopie, die uns alle zum Nachdenken anregen sollte!





●Erster Satz●
Michael rannte, so schnell er konnte, die Straßen entlang - vorbei am Verkehrsstau - zum New York Hospital, wo Jane im Sterben lag, als er plötzlich von einer Szene aus seiner Vergangenheit verfolgt wurde, von einer wirren Abfolge überwältigender Erinnerungen, die ihn beinahe aus den Turnschuhen rissen.

●Inhalt●
Als einsames kleines Mädchen hatte Jane einst einen treuen Freund und Begleiter: Michael. Doch Michael, unsichtbar für alle anderen Menschen, musste sie an ihrem neunten Geburtstag verlassen, so will es ein ehernes Himmelsgesetz. Dreiundzwanzig Jahre später führt Jane ein zutiefst unglückliches Leben. Ihr anstrengender Beruf füllt sie nicht aus, die Beziehung zu ihrem Freund Hugh ist nur noch eine Farce. Da trifft sie eines Tages auf einen Mann, von dem sie sich sofort angezogen fühlt. Und dieser Mann trägt den Namen Michael...

●Meine Meinung●
Jedes Kind hat einen imaginären Freund, ebenso Jane. Doch an ihrem neunten Geburtstag verlässt dieser sie und sie wird ihn für immer vergessen. So lautet jedenfalls der Plan der imaginären Freunde, doch das läuft schief. Janes vergisst Michael niemals.

Die Geschichte zwischen Jane und Michael riss mich am Anfang nicht unbedingt mit, da Patterson es nicht geschafft hat, eine kindliche Atmosphäre zwischen Jane und ihrem imaginären Freund zu schaffen. Die Kindheit wurde allgemein sehr kurz gehalten, was ich sehr schade fand, da ich gerne noch mehr über die Erlebnisse von Jane und Michael damals erfahren hätte.
Die Erzählung um die erwachsene Jane ist dagegen sehr gut gestaltet. Witz und Spannung kommen nicht zu kurz, wenn Jane auf ihre Mutter, ihren egoistischen Freund und Schauspieler Hugh oder später auf ihren damaligen imaginären Freund Michael trifft.

Jane ist eine sehr sympathische Frau, die keine perfekten Züge hat, sondern eine pummelige Figur und ein sehr niedriges Selbstwusstsein aufweist. Sie arbeitet in der Filmproduktionsfirma ihrer Mutter und lässt sich immer wieder von ihrem schnell durchschaubaren Freund Hugh umgarnen.
Und auch Michael ist nicht der fehlerlose Held, den man so oft in Geschichten findet. Er hat die dreiundzwanzig Jahre nicht getrauert, sondern sein Leben gelebt und auch öfters sein Bett geteilt.
Allerdings hätte Patterson auch ein wenig mehr an den anderen Nebenfiguren arbeiten können wie Janes Mutter oder ihrem Freund Hugh, die man immer nur in den gleichen Szenen vorfand: Vivienne (Mutter) regt sich über Janes Unfähigkeit auf und Hugh versucht sie dazu zu bewegen ihr eine Rolle in einem Film zu geben.

Den Punkt des imaginären Freundes hätte ich mir gerne noch ein wenig ausgebaut gewünscht, denn später kann jeder Michael sehen und es entwickelt sich mehr zu einer Geschichte zwischen zwei normalen Liebenden, was mich von der Art der Erzählung an 'Bridget Jones' erinnert hat.
Allerdings greift das Ende wieder die Thematik des eigentlich übermenschlichen Michaels auf, der nicht zu den Menschen gehört, was mir gut gefallen hat.

Der Schreibstil des Autors ist kein Wunderwerk der Schreibkunst. Patterson hat eine sehr alltagsnahe und unverblümte Wortwahl, was dem Roman nicht schadet, sondern ihm an manchen Stellen noch mehr Glaubwürdigkeit verleiht.

Alles in Einem ist 'Sonntags bei Tiffany' ein süßer Roman, der sich gut für zwischendurch eignet. Das Thema ist wunderschön gewählt und hätte, wenn man es gewollt hätte, zu einem 5oo Seiten Roman wachsen können. Doch Patterson hat eine kleine Geschichte geschaffen, die einen zum Schmunzeln und auch Weinen bringen kann.
Von mir gibt es dafür drei durchschnittliche Bücherstapel.







Hallo ihr lieben Bookaholics!


Gestern war ich das erste Mal in diesem Jahr auf dem Weihnachtsmarkt und werde das wohl auch nicht so schnell wiederholen. Ihr fragt euch sicher warum, denn Weihnachtsmärkte sind doch schließlich das Tollste in der Vorweihnachtszeit. Wenn man nur an die leckeren Mutzen, den heißen Glühwein und die gebrannten Mandeln denkt.
Ich kann euch sagen: Diese Sachen haben auch alle nicht gefehlt und der Weihnachtsmarkt war auch wunderschön anzusehen und ebenso anzuhören, wegen den vielen Musikern. Allerdings hatten nicht nur wir die Idee, den Weihnachtsmarkt zu besuchen, sondern ungefähr alle Hannovereaner. Es war enger als in der morgendlichen Straßenbahn und ich kann euch sagen, selbst da fühlt man sich schon wie eine Sardine in der Büchse. Gestern hätte ich mich an meinen Vordermann anlehnen können, ohne das er umfällt, oder es auch nur merkt. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich mitten in einer Völkerwanderung.

Aber dieser Abend hatte auch etwas Gutes, denn ich habe mir ein Lesezeichen gekauft und zwar nicht nur irgendeines, das man zwischen die Seiten legt, sondern ein Buch.
Ein kleiner Stand, der nicht allzu viele Leute interessiert hat, zog meine Aufmerksamkeit auf sich, da dort an einer Schnur winzige Bücher hingen. Jedes auf seine Art einzigartig. Sei es ein in Leder gebundener Schmöcker oder hübsch verzierte Bücher, sie hingen wie zum Trocknen auf der Leine.

Eines hatte mich besonders fasziniert. Ein kleines Buch mit blauen Schnörkeln an meinem dunkelblauen Band. Doch als wären diese kleinen Schmuckstücke nicht schon einzigartig genug, konnte man sogar seinen eigenen Namen daraufstanzen lassen, was ich natürlich nicht sein lassen konnte.
Und so ziert jetzt 'Elli' das Cover des Buches.
Insgesamt hat das alles 6 € gekostet, was ich einen angemessenen Preis finde, da es Handarbeit ist und mein Name darauf steht.




●Erster Satz●
Der Zirkus kommt überraschend.

●Inhalt●

Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Reves - der Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich phantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: sie verlieben sich rettungslos ineinander...

●Meine Meinung●
Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt verliebte ich mich sofort in das fantastische Cover und ebenso in den vielversprechenden Klappentext. Ich konnte es gar nicht erwarten, das Buch endlich aufzuklappen und in die Geschichte einzutauchen.

Der Anfang von 'Der Nachtzirkus' riss mich auch mit. Sofort war ich begeistert von der Welt des Zirkus', der nur bei Nacht öffnet und magischer nicht sein konnte. Der Schreibstil von Erin Morgenstern ist sehr gut und sticht mit seiner malerischen und detailierten Art heraus.

Doch das war auch schon das einzige, was mir an dem Buch gefallen hat, denn die Geschichte schien einfach nicht anfangen zu wollen. Selbst auf Seite 150 konnte man denken, dass Morgenstern immer noch die Einleitung schreibt. Sie selbst war wohl sehr von ihrem Nachtzirkus angetan und beschrieb so den Aufbau jedes Details. Sogar der Bau der träumerischen Uhr nahm zehn Seiten ein und wurde mehrmals wieder aufgegriffen. Die Protagonisten Celia und Marco kamen mir sehr oberflächlich gestaltet vor. Sie fanden ihren Platz nicht in der Geschichte und es kam mir so vor, als würden sie gar nicht im Vordergrund stehen, sondern nur die Entstehung des Zirkus'. Ihr Äußeres und auch ihr Charakter blieb die ganze Zeit im dunkeln. Sie schienen wie Nebencharaktere.
Der Kampf, den die beiden eigentlich ausführen sollen, hatte nur sehr vage beschriebene Regeln, weshalb man nicht wirklich versteht, wie dieser Wettkampf aussehen, beziehungsweise überhaupt stattfinden soll. Die Beiden begegnen sich auch öfters und es ist nicht ein Funken Liebe geschweige denn Interesse zu erkennen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, das Morgenstern andauernd in den Zeiten springt und den Leser damit sehr verwirrt. Sie erwähnt nie Celias oder Marcos' Alter, weshalb es komisch erscheint, dass sie mal Kind sind und plötzlich als Erwachsene auftreten. Ebenso baut sie einen kleinen Jungen ein, der den Zirkus erst Jahre nach dem Wettkampf besucht. Zwei Kapitel weiter ist man wieder in der Vergangenheit, ohne dass man versteht, was dieser Junge überhaupt mit Celia und Marco zu tun haben soll.

Zusammenfassend ist also zu sagen, dass ich das Buch sehr zäh fand, da die Geschichte, die auf dem Buchrücken angepriesen wurde, einfach nicht beginnen wollte. Morgenstern hat sich in ihrer Story verloren und manchmal zu weit ausgeführt, wie sie sich den Zirkus vorstellt, was ihm ein wenig die Magie nahm.

Ich hätte mir mehr erhofft, weshalb ich 'Der Nachtzirkus' letztendlich abgebrochen habe.


"Ich fühle mich stark genug, die ganze Geschichte meiner Entführung zu erzählen."
 
●Erster Satz●
Meine Mutter zündete sich eine Zigarette an und nahm einen tiefen Zug. 
 
●Inhalt● 
Als sie am frühen Morgen des 2. März 1998 auf dem Weg zur Schule von einem Mann in einen weißen Lieferwagen gezerrt wird, glaubt sie, bald sterben zu müssen. Stunden später liegt die Zehnjährige, eingewickelt in eine Decke, auf dem kalten Fußboden im Keller eines Einfamilienhauses. Um sie herum herrscht absolute Dunkelheit, die Luft ist schal und stickig. Hier, in dem knapp fünf Quadratmeter großen Verließ, wird Natascha Kampusch die nächsten achteinhalb Jahre leben. Wolfgang Priklopil ist der einzige Mensch, dem sie sich anvertrauen kann. Sie wird von ihm misshandelt, gedemütigt, gepeinigt und unterdrückt. Erst im Sommer 2006, am 23. August, gelingt ihr die Flucht - nach 3096 Tagen. Offen und schonungslos berichtet Natascha Kampusch von ihrer schwierigen Kindheit, der Gefangenschaft, den körperlichen und seelischen Misshandlungen. Aber sie beschreibt auch, wie sie in der ausweglosen Situation lernte, den Verbrecher in Schach zu halten. Es ist die Geschichte einer Kämpferin, die Unvorstellbares durchhielt und sich nie brechen ließ. 
 
●Meine Meinung● 
Der Fall Natascha Kampusch war mir nie richtig bewusst geworden, da ich drei Jahre alt war, als sie entführt wurde. Auch ihre Selbstbefreiung im Jahre 2006 habe ich nicht wirklich wahr genommen und bin somit erst durch den Film wirklich auf diese Geschichte aufmerksam geworden.

Das Buch hatte ich im Laden schon öfters gesehen, war aber immer der Meinung, dass Natascha ihre Geschichte nur vermarktet und ich das nicht unterstützen wolle mit einem Kauf des Buches.
Gestern habe ich es dann doch getan, da der Trailer des Films großes Interesse in mir geweckt hatte. Und ich kann nur sagen: Dieser Kauf hat sich gelohnt.

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und es in nicht mal 48 Stunden ausgelesen.
Die Beschreibungen sind grausam aber ehrlich gehalten. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Natascha in einem gewissen Abstand erzählt, als würde sie Angst davor haben, das Erlebte noch einmal näher an sich heranzulassen.Dieser Abstand führte dazu, dass ich mir das ganze Buch über nicht darüber bewusst werden konnte, dass dies kein erdachter Roman ist, sondern eine wirkliche Geschichte, die ein Mensch wahrhaft erleben musste.

Und gerade weil es keine ausgedachte Story ist, sondern ein Stück Geschichte eines Menschen, denke ich, dass ich nicht das Recht habe, darüber zu urteilen, denn der Schreibstil oder die Gestaltung sind in diesem Fall belanglos.

Das einzige, was ich sagen kann ist, dass sich es lohnt das Buch zu lesen, wenn man sich für den Fall oder allgemein für Entführungen interessiert. Es ist anschaulich, sehr mutig geschrieben und beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sie dieser Gefangenschaft achteinhalb Jahre ausgesetzt war und ein kleines Kind war, als sie ihr Leben von einem auf den anderen Tag hinter sich lassen musste.



 


●Erster Satz● 
"Du willst mich wohl verarschen", sagte der Türsteher und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust.

●Inhalt●
Es sollte ein ganz normaler Abend in New York City werden. Doch dann wird die fünfzehnjährige Clary im Pandemonium-Club Zeugin eines Mordes. Drei Teenanger, über und über mit Tattoos bedeckt, verschwinden durch den Hinterausgang. Und zurück bleibt - nichts. Die Leiche hat sich einfach in Luft aufgelöst. Clary ahnt noch nicht, dass sie das erste Mal mit den Schattenjägern zusammengetroffen ist, die sich dem Kampf gegen die Dämonen der Stadt verschrieben haben. Aber nicht einmal vierundzwanzig Stunden später sieht es so aus, als ob ausgerechnet Clary eine ganz besondere Rolle in dem gefährlichen Spiel der Unterwelten einnimmt. Kann Clary den Schattenjägern und allen voran dem gut aussehenden Jace wirklich vertrauen?

●Meine Meinung● 
Clarys Geschichte wurde mir schon vor ein paar Jahren von Freundinnen ans Herz gelegt, aber wirklich beschäftigt habe ich mich mit City of Bones nie.
Als ich dann vor kurzem im Kino saß und auf das Ende der ewig andauernden Werbung wartete, sah ich den Trailer der Verfilmung des Buches und bekam Gänsehaut. Mir war sofort klar, dass ich das Buch lesen musste.
Nur ein paar Tage später stand ich im Buchladen und ließ es mir schon in einer Tüte über die Theke reichen.
Schon die ersten Seiten des Buches haben mich mitgerissen, da Cassandra Clares Schreibstil einfach wundervoll ist. Sie schreibt sehr bildlich und regt die Fantasie des Lesers an, der vollkommen in die Geschichte eintauchen kann. So manches Mal habe ich die Zeit um mich vergessen, wenn ich mit Clary die Unterwelt New Yorks entdeckte.
Die Charaktere sind einzigartig und glaubhaft dargestellt. Die Dialoge sind sehr realitätsnah, emotional und humorvoll gehalten. Vor allem die Art von Jace gefiel mir sehr. Er hat immer einen sarkastischen Spruch auf den Lippen, lässt jedoch niemanden an sich heran.
Die Liebesgeschichte zwischen Jace und Clary wirkt zu Anfang sehr durchschnittlich. Schließlich kennen wir die ganzen Storys über 'Mädchen liebt übernatürliches Wesen'.
Aber als sich das Ende näherte wird klar, dass diese Liebe nicht 0-8-15 ist, sondern ganz besonders und vielleicht sogar unmoralisch.
Im Allgemeinen wird die Geschichte nie langweilig, da man von einem Abenteuer ins nächste stürtzt. Seien es Kämpfe mit Vampiren, fliegende Motorräder oder Hexenmeisterpartys - es bleibt immer spannend.
Cassandra Clare hat mit diesem Buch etwas wirklich neues geschaffen, das keinen Abklatsch von Twilight oder ähnlichem darstellt.
Und genau deshalb hat der erste Band der Reihe 'Chroniken der Unterwelt' auch die vollen fünf Bücherstapel verdient.





Wir haben gerade den 16.11.2013, das heißt noch 38 Tage bis Weihnachten.
Aber die altbekannte Frage, klingelt mir jetzt schon in den Ohren:
„Was wünscht du dir denn zu Weihnachten?“ Ich mag es nicht mir selber auszusuchen, was ich geschenkt haben möchte. Natürlich liebe ich den klassischen Wunschzettel, aber selbst bei dem ist es noch eine Überraschung, was letztendlich unter dem Tannenbaum liegt.
Aber ein noch viel schlimmeres Problem ist es, sich überhaupt sicher zu sein, was man sich wünschen soll, denn eigentlich suche ich mir lieber selber etwas aus, weil ich dann weiß, dass es passt (Kleidung), dass es mir auch gefällt (Deko und Accessoires) oder dass ich es auch brauche (Elektronik).
Das Einzige, wo man bei mir nichts falsch machen kann, sind Bücher oder alles, was sich um Bücher dreht. Deshalb habe ich meine eigene kleine Bookaholic-Wunschliste, von der sich meine Lieben etwas aussuchen dürfen, wenn sie mir etwas schenken wollen.

#Bücher
Was wäre eine Bookaholic-Wunschliste ohne Bücher?! Natürlich kann auch dabei einiges daneben gehen. Dafür ist eine Liste mit Büchern, die ihr euch schon länger wünscht sehr hilfreich. Dann könnt ihr euch sicher sein, dass nur eure lang ersehnten Lieblinge unter dem Tannengrün im hübschen Geschenkpapier warten.

#Lesezeichen
Ich liebe Lesezeichen und kann von ihnen nie genug haben. Vor allem weil ich viele davon verliere und zurzeit überhaupt kein schönes habe.
Ein hübsches Lesezeichen, das jedoch von Herzen kommt, wünsche ich mir schon lange wie zum Beispiel ein Schmucklesezeichen, das später wie eine Kette über dem Buchrücken hängt.

#Buchschoner
Wer kennt das nicht: Ich verreise oder habe eine längere Fahrt vor mir und möchte natürlich auf dem Weg in meinem Buch lesen, aber nach der Reise sind die Ecken der Taschenbücher geknickt oder die Umschlaghüllen der festen Bücher ein wenig ausgefranst.
Damit das nicht mehr passiert wünsche ich mir hübsche Buchschoner, die zu jeder Jahreszeit passen. Es gibt Lederhüllen oder welche aus Stoff, die den Einband schützen und das Buch so ohne Beschädigungen durch den Alltag bringen.

#Leselotte
Ich liebe es abends oder morgens im Bett zu lesen. Allerdings muss ich immer aufpassen, dass ich vor allem Bücher mit Schutzumschlag vorsichtig behandle, wenn ich sie auf die Bettdecke stelle oder lege. Außerdem sind Hardcover-Bücher oft sehr schwer.
Dafür wünsche ich mir eine sogenannte 'Leselotte', die aus einem kleinen Kissen mit einer Platte besteht. Auf dieser Platte sind zwei Taschen, links und rechts, in die man die Buchdeckel hineinschiebt. Nun kann man mit einem weichen Kissen auf dem Schoß bequem im Bett lesen, ohne etwas zu beschädigen.
Erster Satz
Es war jedes Mal dasselbe: Entweder die Zeit war von vornherein mein Feind, oder einer meiner Mitmenschen machte mir bei dem kläglichen Versuch, wenigstens einmal im Leben pünktlich zu sein, einen Strich durch die Rechnung.

●Inhalt●
Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emily. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinandergebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?

●Meine Meinung●

Das Wort 'Sommer' entflammte in mir die Lust dieses Buch zu lesen, obwohl ich eigentlich kein Freund von Liebesgeschichten bin. Allerdings finde ich, dass es kaum noch gute Sommerbücher gibt, weshalb ich bei dieser Geschichte einfach zuschlagen musste und ich muss euch sagen: Es war kein Fehler!

Die Liebesgeschichte zwischen Emely und Elyas (oder doch Luca und Emely ?) ist genau nach meinem Geschmack. Ironie und Sarkasmus und die gewisse Anspannung zwischen Emely und Elyas sind das perfekte Rezept für eine lustige und doch sehr innige Liebesstory, die nicht langweilig wird. Erst habe ich gedacht 'Jaja, die beiden kommen halt zusammen nach den ersten fünfzig Seiten und dann gibt es ein Missverständnis, das sich dann wieder aufklärt und dann ist alles supi'. Aber ich wurde vollkommen vom Gegenteil überzeugt!

Emely hasst Elyas und ob er es mit ihr Ernst meint ist auch fraglich. Die beiden giften sich oft an und sind wirklich intelligente Charaktere, was man heute auch nicht mehr oft findet. Sie haben Biss und das zeigen sie auf jeder Seite.
Aber auch der E-Mail Kontakt zu Luca kommt nicht zu kurz und plötzlich weiß man nicht mehr wen man besser finden soll. Luca oder Elyas? Den Sensiblen oder den Rebellen?
Auch das Ende baut Spannung auf und lässt einen geknickt zurück, als man die letzte Seite umblättert, denn es ist anders als erhofft. Daran merkt man ein weiteres Mal, dass die Geschichte von Elyas und Emely keine 0-8-15-Liebesgeschichte ist.

Sie ist echt und wird sogar fortgesetzt im zweiten Band 'Türkisgrüner Winter', der ebenfalls schon in meinem Regal steht!
Dieses Buch ist einfach perfekt für den Sommer!




●Erster Satz●

Acht Jahre lang hatte ich von Feuer geträumt.

●Inhalt●
Die elternlose 18-jähirige Victoria hält jeden, der ihr nahekommen will, auf Abstand. Nur durch Blumen und deren Bedeutung kann sie ihre zarte und gefühlvolle Seele zeigen. Als kleines Mädchen hat sie diese Sprache erlernt, im glücklichsten Jahr ihres Lebens. Als sie nun einen jungen Mann kennenlernt, der ihre Sprache versteht, schwankt sie wieder zwischen Weglaufen und Bleiben...

●Meine Meinung●
Als ich den Klappentext las, habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt, als was mich dann wirklich erwartet hat. Ich dachte, dass mich eine schöne Liebesgeschichte erwartet, die durch das gegenseitige Schenken von Blumen entsteht. Doch es kam ganz anders.

Victoria ist ein Heim – und Pflegekind und sehr schwer vermittelbar. Sie ist ein zorniges und eigenwilliges Kind. Das sie immer wieder von Familien nach kurzer Zeit abgegeben wird verletzt sie sehr, weshalb sie nur noch die Krallen ausfährt und keiner Pflegefamilie mehr eine Chance gibt. Bis sie zu Elizabeth kommt. Die Frau, die sie versteht und ihr die Sprache der Blumen beibringt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Victoria erzählt, wobei die Kapitel immer zwischen der Gegenwart und ihrer Kindheit wechseln. Die Eindrücke aus ihrer Vergangenheit haben mich sehr berührt, da Victoria immer mehr Nähe zulässt und Liebe für Elizabeth entwickelt, was man niemals gedacht hätte.

In der Gegenwart jedoch hat sie nichts mehr mit Elizabeth zu tun und erst am Ende des Buches erfährt man warum.

Victorias Traum ist es, Floristin zu werden, aber sie kann nicht mit Menschen umgehen, da sie ein sehr schwieriges Wesen ist. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich weiter, was die Autorin sehr gut und realistisch beschrieben hat. Genauso gefiel mir die zarte Liebesgeschichte zwischen Victoria und Grant sehr gut, da sie sich über die Sprache der Blumen entwickelte und ebenso zusammenhielt.

Manchmal hätte ich das Buch jedoch in die Ecke werfen können, weil mir Victoria sehr auf die Nerven ging. Ihre merkwürdige und verrückte Art regte mich auf. Immer, wenn sich ihr Leben ins positive entwickeln sollte, legte sie sich aus Angst vor dem, was geschehen könnte, in ihren angemieteten Wandschrank und blieb dort tagelang. Diese Szenen fand ich immer unverständlich und manchmal auch sehr überzogen.

Dieses Buch sollte niemand anfassen, der am liebsten Action mag und der nicht damit umgehen kann, dass eine Geschichte der ruhig und gefühlvoll verläuft. Denn genau das tut dieses Buch. Poetisch, tiefgründig und merkwürdig beschreiben es ganz gut. Für mich war diese Geschichte ein guter Ausgleich zum stressigen Alltag. Man kann in ihr versinken, muss sich allerdings auch darauf einlassen.

Ein schöner Bonus ist das Blumenverzeichnis, das sich als Anhang im Buch befindet. Dort kann man Blumen und ihre Bedeutung nachschlagen, was oft hilfreich war, um die Kommunikation zwischen Victoria und Grant zu verstehen.




35 Mädchen. Eine Krone. Die Chance ihres Lebens.


Meine Mutter war völlig ekstatisch, als wir den Brief bekamen. 


Die Chance ihres Lebens?
35 perfekte Mädchen - und eine von ihnen wird erwählt.
Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis?
Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst des Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?


Ehrlich gesagt habe ich mir das Buch hauptsächlich wegen dem Cover gekauft, weil mir das wirklich sehr gefällt. Der Inhalt erinnerte mich zuerst ein wenig an Der Bachelor. Deswegen machte es mich auch ein wenig neugierig, denn mal ehrlich - wer schaut bei diesem Trash-TV nicht mal gerne zu? 
Als ich dann noch las, dass es in der Zukunft spielt und trotzdem mit Königreichen zu tun hatte, musste ich dieses Buch einfach kaufen. 

Im Ganzen hat es mir ganz gut gefallen. Der Sprachstil ist einfach gehalten und macht das Buch zu einem Exemplar, das man auch zwischendurch in der Bahn lesen kann, weil man sich nicht stark darauf konzentrieren muss lange Sätze zu verstehen. Die Geschichte ist einfach aufgebaut und enthält neben gefühlvollen Szenen ebenfalls spannende, in denen man gut mit America und den anderen Kandidatinnen mitfühlen kann. Allerdings hätte man die Charaktere noch weiter ausbauen können. America kommt mir manchmal so vor, als könnte sie alles und würde auch alles richtig machen.
Dadurch, dass sie selbst sozusagen kaum als richtige Kandidatin teilnimmt, wird die Story um einiges spannender. Jedoch kommt das Gefühl einer Castingshow nicht wirklich rüber. Es gibt kaum Szenen, in denen die Mädchen wirklich miteinander konkurrieren müssen oder sie sich wirklich die Gunst des Prinzen erkämpfen können, da er meist nur nach Gefühl und Laune entscheidet. So empfand ich es.

Die Welt in der die Geschichte spielt ist sehr interessant gestaltet, da manche Dinge wie das Aufteilen der Menschen in Kasten mit Nummern zum Nachdenken anregt.

Die Liebesgeschichte zwischen America und Prinz Maxon, um die es ja ebenfalls hauptsächlich in dem Buch gehen soll, entwickelt sich für meinen Geschmack zu schnell und ist manchmal auch unrealistisch. Trotzdem ist der Konflikt, als Americas alte Liebe Aspen auftaucht sehr gut gestaltet und macht deshalb neugierig auf den zweiten Band der Reihe Die Elite.



●Erster Satz●
Virginia stützte ihre Ellbogen auf den Fenstersims und beugte sich hinaus in die Brise. 

●Inhalt●
Ein unwiderstehlich magisches Abenteuer: Virginia führt in New York City ein einfaches Dasein als Kellnerin. Doch eines Tages nimmt sie eine Abkürzung durch den Central Park, und ihr Leben nimmt eine ungeahnte Wendung – hinter dem Park verbirgt sich eine magische Welt, in der Wünsche Wirklichkeit werden und wundersame Geschöpfe zum Leben erwachen. Eine Welt, die bedroht ist von einer dunklen Königin, doch zugleich eine Welt, in der man die Wahre Liebe finden kann. 

●Meine Meinung●
Diese Geschichte gehört zu meinen absoluten Lieblingen!
Wie ich schon erwähnte bin ich ein großer Fan von Märchen und jeder, der sich mir in dieser Eigenschaft anschließt, wird in diesem Buch auf seine Kosten kommen.
Virginia ist eine normale junge Frau, die mit ihrem Vater Tony in einer kleinen Hausmeisterwohnung lebt. Sie verdient ihr Geld als Kellnerin in einem kleinen Restaurant. Allerdings ist sie mit diesem Leben nicht glücklich und prompt wird sie in ein Abenteuer verwickelt, als sie einen Hund im Central Park anfährt, der keinen Besitzer zu haben scheint. Sie nimmt ihn mit und merkt nicht, dass sie damit den Zorn von drei Trollen und einem Werwolf auf sich zieht. Magische Wesen verfolgen sie und entführen schließlich sie und ihren Vater in die Neun Königreiche. Dies ist eine Welt, in der Märchen wahr werden. Oder ist es doch alles anders als gedacht?

Schon der Einstieg der Geschichte hat mich mitgerissen. Es gibt keine unnötigen Informationen oder seitenlanges hinziehen der Story, um das Buch zu strecken. Schon nach den ersten 18 Seiten kommt man mit den magischen, wirklich komischen Geschöpfen in Berührung. Diese lernt man im Laufe der Reise lieben. Sei es der beziehungsgestörte Wolf, der sich in der Menschenwelt einen Psychiater sucht oder Virginias Großmutter fressen will oder Zwerg Eichel, der seit Jahren im Knast saß und mit Tony einen Ausbruchstunnel gräbt. Dies ist ein weiterer Punkt, der das Buch zu etwas Besonderem macht: Der Humor. Es gibt unzählige, lustige Stellen wie: „,Was ist bloß mit euch los?', ereiferte sich Tony. ,Wie seid ihr nur aufgewachsen? Warum kannst du nicht einfach sagen, du willst für die Axt hundert Goldstücke? Warum muss man hier gleich für jeden Furz magische Eier legen oder ein Haar vom Arsch eines Riesen ausreißen?'“

Genauso kommt die Spannung nicht zu kurz, da Virginia, Tony und Wolf von einem Abenteuer ins nächste stolpern, ohne es zu wollen. Dabei werden viele märchenhafte Elemente aufgegriffen, wie zum Beispiel das Haus der Sieben Zwerge und der Jägersmann.
Ich könnte noch sehr viel loben wie den Schreibstil, der einfach zu lesen ist, jedoch trotzdem einen Leser dazu führt die Welt um sich herum zu vergessen, oder die unterschwellige Liebesgeschichte zwischen Virginia und Wolf, die so echt und zart ist, dass man sich ein Buch nur mit der Geschichte der Beiden gefüllt wünscht.
Fazit ist, dass Das Zehnte Königreich eine wundervolle, märchenhafte, magische Geschichte ist, die jeder Märchenfan, wie auch Fantasyfan, gelesen haben sollte!




      Jeder macht Fehler. Doch manchmal reicht es nicht seine Taten zu bereuen...

Erster Satz
Hoch oben über dem Highway griff ein Mädchen nach dem Brückengeländer.

●Inhalt●
Es ist Winter in Ascension, einer Kleinstadt in Maine. Die Seen sind zu Eis erstarrt, der makellose Schnee fällt in dicken Flocken vom Himmel. Aber der friedliche Schein trügt – denn in Ascension haben Fehler tödliche Folgen. Drei geheimnisvolle Mädchen sind in die Stadt gekommen, um darüber zu urteilen, wer für seine Taten büßen muss. Und die Wahl ist auf Em und Chase gefallen.

●Meine Meinung●
Zuerst muss ich dieses wunderschöne Cover loben. Es ist einfach wundervoll gestaltet und zwang mich praktisch dieses Buch zu kaufen. (Ja, ich bin ein Covervictim.)

Die Geschichte ist allerdings auch sehr gut. Der Schreibstil von Miles ist fantastisch und lässt einen einfach in den Buchseiten versinken. Die Charaktere, die sich gerade auf der Schwelle des Erwachsenwerdens befinden sind sehr realistisch dargestellt und keine langweiligen Mary-Sues. Viel mehr verhalten sie sich sogar sehr sympathisch unperfekt, weshalb ich persönlich Em sofort ins Herz geschlossen hatte, genauso wie ihre beste Freundin Gabby.

Spannung wird in Im Herzen die Rache auf jeden Fall groß geschrieben. Es vergeht kaum eine Seite, auf der nichts passiert, was einen einfach dazu zwingt weiterzulesen.
Die Begegnungen mit den drei geheimnisvollen Mädchen sind beängstigend und man denkt in nächster Zeit vielleicht zweimal darüber nach, was man tut, denn die Strafen, die Chase und Em erwarten sind hart und vielleicht doch gerecht. Man gerät spürbar in einen Konflikt zwischen Gerechtigkeit und Mitgefühl für die Charaktere.

Genauso überzeugt hat mich das Ende, das so gestaltet ist, dass man sich auf den zweiten Teil der Reihe freuen wird.

Dieses Buch ist perfekt für jeden der nichts gegen Horror, Mystisches und ein wenig Liebe hat.
 
 
 
Zwei die sich hassen...                                                                         
                                                                               ...und lieben

Erster Satz
»Wir müssen reden«, sagte Michael Lee mit ernster Stimme zu mir, gerade als ich auf dem St.-Judes-Flohmarkt einen Schritt zurück aus der improvisierten Umkleidekabine trat, einem Räumchen aus vier quadratisch angeordneten Ständern mit Gardinen daran und einem blinden Spiegel, in dem ich mich gerade ausgiebig bewunderte.

●Inhalt●
Jeane Smith und Michael Lee haben nichts gemeinsam.
Er ist der Star des Fußballteams, Schülersprecher – der beliebteste Junge der Schule. Sie ist die Außenseiterin, Freak, ein absoluter Dork in seltsamen Klamotten.
Doch was kaum jemand weiß: Jeane ist Blogging Queen, hat über eine halbe Million Follower auf Twitter, schreibt Kolumnen für Zeitungen und gilt als Stimme ihrer Generation.
Micheal Lee langweilt sich mit seiner schönen blonden Freundin und sehnt sich danach, etwas Besonderes aus seinem Leben zu machen.
Und was noch niemand weiß: Jeane Smith und Michael Lee können nicht aufhören, einander zu küssen.

●Meine Meinung●

Das Wort 'Ad♥rkable' hat wohl viel zum Kauf beigetragen. Es schrie förmlich danach, dass das Buch anders sein musste. Schließlich gibt es das Wort nicht wirklich. Es setzt sich aus den Wörtern 'Dork' (Trottel/Idiot) und 'adorable' (liebeswert) zusammen und versprach somit etwas von einem liebenswerten Idioten. In dem Klappentext überzeugte mich dann die Passage über Jeane, die Bloggerin und Twitterin ist, was mich sofort neugierig machte. Jeane ist anders und drückt das auch aus. Sie kauft nur auf Flohmärkten, färbt sich alle zwei Wochen die Haare in einer anderen verrückten Farbe und ihr Hauptnahrungsmittel sind Haribos. Das Gegenteil dazu ist Michael, der sich bei Hollister einkleidet, die Frisur trägt, die jeder Junge in seinem Alter cool findet und sich lieber einreiht, anstatt aufzufallen. Allerdings kommen die beiden durch einen verrückten Zufall zu einander und lernen sich kennen. Jeane ist schlagfertig, was den Witz in das Buch bringt. Auch die Stellen, in denen sie bloggt sind sehr unterhaltsam und lockern die Liebesgeschichte auf, könnten jedoch mehr vertreten sein. Man taucht mit ihr in eine Welt der 'Dorks' ein. Im Verlaufe des Buches schreitet mir die Liebesgeschichte allerdings zu schnell voran, wobei ich es spannend fand, dass sie das alles als ein kleines Geheimnis hüten mussten, da jeder wusste, dass sich Jeane und Michael nicht ausstehen können.
Außerdem wird es nicht langweilig, da Jeane eine gefragte Stimme ihrer Generation ist und deshalb Reisen antritt, auf denen man selbst Dinge über sich erfährt, da wir selbst zu der Generation Twitter & Facebook gehören.
Im Ganzen also ein gelungenes Buch, das witzig ist und aus dem wir doch noch lernen können, dass wir uns nicht anpassen müssen, um irgendwo dazuzugehören.






Erster Satz
Fast vier Jahre lang hatte ich das Labor nicht betreten dürfen.

●Inhalt●
Du kannst nicht mehr nach Hause. Du musstest deinem Vater schwören, nie wieder zurückzukommen. Alles, woran du bisher geglaubt hast, entpuppt sich als Lüge.
Du weißt weder, wer du bist, noch, wem du trauen kannst. Du weißt nur eins: Du rennst um dein Leben!

Wer sind die vier Jungs, die im Keller von Annas Haus gefangen gehalten werden? Tag für Tag führen Anna und ihr Vater im Auftrag der „Sektion“ medizinische Tests mit ihnen durch. Nacht für Nacht schleicht sich Anna in den Keller, um sich heimlich mit Sam, dem Anführer, zu treffen. Denn in ihn ist sie verliebt. Niemand weiß, warum die vier für diese Versuche ausgewählt wurden. Am wenigstens sie selbst, denn ihre Erinnerung reicht nur exakt fünf Jahre zurück. Als sich für Sam und die anderen die Gelegenheit zur Flucht ergibt, schließt Anna sich ihnen an.
Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach der wahren Identität der vier Jungen. Und die einzige Spur, die sie haben, ist ein rätselhaftes Tattoo auf Sams Rücken.


●Meine Meinung●
Dieses Buch hat mich von vorne bis hinten vollkommen mitgerissen und überzeugt. Die Geschichte über die Jungs, die in dem Keller von dem Mädchen Anna festgehalten werden für Experimente ist etwas Neues. Seit langem geht es in einem Buch mal nicht darum, wie ein Mädchen versucht sich ein übernatürliches Wesen zu angeln.

Dieses Buch ist tiefgründig und reißt einen mit seiner durchdachten und grusligen Story, die einem Gänsehaut bereitet, mit.
Für die gruseligen Momente sorgt vor allem die Atmosphäre, die die Autorin schafft. Oft befindet man sich in einem Labor, an verlassenen Orten, im Wald oder in verfallenen Häusern, immer auf der Jagd nach der Vergangenheit und zugleich nach der Wahrheit.

Anna kommt einem am Anfang der Geschichte ein wenig langweilig vor. Das brave Mädchen von nebenan, das nichts Aufregendes erlebt. Aber das ändert sich, als sie mit den genetisch veränderten Jungs Sam, Cas, Nick und Trev ausbricht. Plötzlich ist sie auf der Flucht und wird in ihren eigenen Gewissenskonflikt verstrickt. Sie ist nicht die, die sie zu sein meint. Sie kann niemandem vertrauen.
Das ist ein typisches Merkmal für Escape, denn die Geschichte enthält so viele Rätsel, die mit der Zeit rauskommen, dass ich manches Mal wirklich staunend da saß und mir dachte, dass das doch nicht sein kann!

Das machte das Buch zum eindeutigen Pageturner!