●Erster Satz●

Acht Jahre lang hatte ich von Feuer geträumt.

●Inhalt●
Die elternlose 18-jähirige Victoria hält jeden, der ihr nahekommen will, auf Abstand. Nur durch Blumen und deren Bedeutung kann sie ihre zarte und gefühlvolle Seele zeigen. Als kleines Mädchen hat sie diese Sprache erlernt, im glücklichsten Jahr ihres Lebens. Als sie nun einen jungen Mann kennenlernt, der ihre Sprache versteht, schwankt sie wieder zwischen Weglaufen und Bleiben...

●Meine Meinung●
Als ich den Klappentext las, habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt, als was mich dann wirklich erwartet hat. Ich dachte, dass mich eine schöne Liebesgeschichte erwartet, die durch das gegenseitige Schenken von Blumen entsteht. Doch es kam ganz anders.

Victoria ist ein Heim – und Pflegekind und sehr schwer vermittelbar. Sie ist ein zorniges und eigenwilliges Kind. Das sie immer wieder von Familien nach kurzer Zeit abgegeben wird verletzt sie sehr, weshalb sie nur noch die Krallen ausfährt und keiner Pflegefamilie mehr eine Chance gibt. Bis sie zu Elizabeth kommt. Die Frau, die sie versteht und ihr die Sprache der Blumen beibringt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Victoria erzählt, wobei die Kapitel immer zwischen der Gegenwart und ihrer Kindheit wechseln. Die Eindrücke aus ihrer Vergangenheit haben mich sehr berührt, da Victoria immer mehr Nähe zulässt und Liebe für Elizabeth entwickelt, was man niemals gedacht hätte.

In der Gegenwart jedoch hat sie nichts mehr mit Elizabeth zu tun und erst am Ende des Buches erfährt man warum.

Victorias Traum ist es, Floristin zu werden, aber sie kann nicht mit Menschen umgehen, da sie ein sehr schwieriges Wesen ist. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich weiter, was die Autorin sehr gut und realistisch beschrieben hat. Genauso gefiel mir die zarte Liebesgeschichte zwischen Victoria und Grant sehr gut, da sie sich über die Sprache der Blumen entwickelte und ebenso zusammenhielt.

Manchmal hätte ich das Buch jedoch in die Ecke werfen können, weil mir Victoria sehr auf die Nerven ging. Ihre merkwürdige und verrückte Art regte mich auf. Immer, wenn sich ihr Leben ins positive entwickeln sollte, legte sie sich aus Angst vor dem, was geschehen könnte, in ihren angemieteten Wandschrank und blieb dort tagelang. Diese Szenen fand ich immer unverständlich und manchmal auch sehr überzogen.

Dieses Buch sollte niemand anfassen, der am liebsten Action mag und der nicht damit umgehen kann, dass eine Geschichte der ruhig und gefühlvoll verläuft. Denn genau das tut dieses Buch. Poetisch, tiefgründig und merkwürdig beschreiben es ganz gut. Für mich war diese Geschichte ein guter Ausgleich zum stressigen Alltag. Man kann in ihr versinken, muss sich allerdings auch darauf einlassen.

Ein schöner Bonus ist das Blumenverzeichnis, das sich als Anhang im Buch befindet. Dort kann man Blumen und ihre Bedeutung nachschlagen, was oft hilfreich war, um die Kommunikation zwischen Victoria und Grant zu verstehen.


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