Meine Lieben,

wieder geht ein Jahr voller Bücher, Geschichten und Abenteuern zu Ende. 
Aber wie war es denn eigentlich?
Mein 2014 war ziemlich turbulent. Am Anfang des Jahres habe ich mich auf einer ziemlichen Talfahrt befunden, die mich privat ziemlich traurig gemacht hat. Allerdings habe ich mehr gelesen, was wohl auch der einzige Grund ist, dass ich es dieses Jahr auf 37 Bücher geschafft habe.
 Als es dann wieder ein bisschen bergauf ging, ging es mit den Büchern eher bergab und auch der Blog hat arg in der Mitte des Jahres gelitten und auch jetzt kann ich nicht sagen, dass ich regelmäßig blogge. An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an euch, dass ihr mich trotzdem mit Kommentaren unterstützt habt und dem Blog treu geblieben seid! Ich habe mir vorgenommen, dass ich 2015 wieder mehr bloggen möchte.
Und gegen Ende diesen Jahres habe ich dann noch den Menschen gefunden, der mich zum glücklichsten Mädchen dieser Welt macht und mich in meiner Büchersucht vollkommen unterstützt. Ohne ihn wüsste ich nicht, wo ich jetzt wäre. Er hat mir so viel Kraft und Selbstbewusstsein geschenkt, dass ich ihm gar nicht genug danken kann.

Was ich aus 2014 mitgenommen habe ist also, dass es sich lohnt durchzuhalten, egal wie schlecht es einem geht. Es wird eine Zeit geben auf die es sich gelohnt hat zu warten.

2015.
Dieses Jahr wird aufregend. 
Die Ergebnisse meiner Zwischenprüfung haben ergeben, dass ich meine Ausbildung verkürzen kann und der Antrag dafür ging noch vor Weihnachten raus. Sollte also alles klappen werde ich schon im November 2015 meine Abschlussprüfung schreiben und damit fast mehr als ein halbes Jahr früher als geplant meine Ausbildung beenden.
Dann muss ich mich entscheiden was ich will. Bisher steht die Wahl zwischen Rechtspflegerin und Medien-BWL, aber eines steht schon fest: Ein Studium soll es sein. 
Mich werden also Bewerbungsgespräche erwarten und neue Lebensabschnitte werden sich herauskristallisieren. 
Ich bin also gespannt wohin mein Weg mich führt.

Aber eines ist klar:
Ein Buch ist immer dabei :-)


Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!

"Bist du sicher, dass du das nicht geplant hast, Eloise Foley?" 
"Glaub mir, ich habe nichts von dem geplant, was heute passiert ist."
[S. 270 f.]

"Jean Eloise Foley!" Marian Foley zupfte ernergisch am Stoff des elfenbeinfarbenen Spitzenkleides.

Eloise Foley liebt die Weihnachtszeit von ganzem Herzen. Dieses Jahr soll es besonders schön werden, denn ihr Traummann Daniel will sie ausgerechnet am 24. Dezember vor den Altar führen. Die Antiquitätenhändlerin ist überglücklich. Doch als der große Tag näher rückt, ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken: Das Brautkleid - passt nicht. Die Trauzeugin - steht kurz vor der Entbindung. Der Zukünftige - wird mit einer heißen Italienerin in New York gesehen. Wird es an Weihnachten nun doch nicht das langersehnte Fest der Liebe geben?

Dieses Buch war eines der Nikolausgeschenke meiner Eltern dieses Jahr und meine Mutter hat geradewegs darauf gepocht, dass ich es noch vor Weihnachten lese und das ist mir tatsächlich gelungen. Das hat mich jedoch selbst überrascht, da ich nicht mit allzu großen Erwartungen an diese Geschichte herangegangen bin. Der Klappentext klingt nach einer kleinen eher unspektakulären Weihnachtsgeschichte, die man in jedem Weihnachtsschmöker finden kann. 
Aber ich wurde komplett vom Gegenteil überzeugt.

Eigentlich ist Winterfunkeln der zweite Teil von Weihnachtsglitzen wie ich erfahren habe, aber das leider erst nachdem ich das Buch schon beendet hatte. Trotzdem habe ich es das ganze Buch über nicht gemerkt und mir fehlte auch an keiner Stelle eine Erklärung oder ein Zusammenhang zu seinem Vorgänger. Man könnte es also auch ohne die Geschichte von Weihnachtsglitzern zu kennen lesen. 

Hauptsächlich dreht sich die Geschichte um Eloise und ihre beste Freundin BeBe. Die Handlung wird mal aus der Sicht der einen und dann wieder aus der der anderen erzählt. Beide haben mir ihren eigenen kleinen, alltäglichen Problemen zu kämpfen. Die von Eloise sind schon im Klappentext aufgezählt und drehen sich zurzeit alle um ihre Hochzeit. BeBe hingegen ist schwanger und steht mitten im Bau eines Hauses, während ihr eine Anwältin erzählt, dass sie gar nicht von ihrem Exmann geschieden ist, der seit Jahren im Gefängnis sitzt. Es gilt also so einige Problemchen noch vor Heiligabend zu lösen.
Die beiden Protagonistinnen waren mir sehr sympathisch. Vor allem wenn sie zusammentrafen und BeBe sich über ihr Äußeres als Schwangere beklagt und Eloise versucht sie aufzumuntern. Man konnte sehr viel mit ihnen lachen.

Auch die anderen Charaktere des Buches wie Eloises Mutter oder ihre besten Freunde Cookie und Manny waren mir sehr sympathisch und immer für einen Lacher gut. 

Am meisten hat mich jedoch beeindruckt, dass Mary Kay Andrews es geschafft hat, Spannung aufzubauen ohne irgendwelche übertriebenen Erlebnisse einbauen zu müssen wie den Tod eines liebgewonnen Charakters, die Trennung von jemandem oder ein schlimmer Unfall. 
Das ganze Buch über werden nur positive Gefühle vermittelt und Geschichten aus dem Alltag erzählt wie jeder von uns sie kennt. Mir haben die Geschichten von Eloise und BeBe gezeigt, dass man nicht an dem Menschen zweifeln sollte, den man liebt, sondern ihm sein Vertrauen schenken sollte.

Winterfunkeln ist ein tolles Buch für die Weihnachts- und Winterzeit, dass ich jedem empfehlen würde - auch denen, die Weihnachtsglitzern noch nicht kennen.


"Ich meine damit, dass es keine Rolle spielt, ob du den Schmerz, der dich letztes Jahr zu einem Stück inspiriert hat, heute noch so spürst oder nicht. Dass du mit dem, was du jetzt schreibst, in fünf Jahren möglicherweise jemanden in seinem tiefsten Inneren berühren kannst - das ist der Sinn von Poesie."
[S. 266]

Nachdem Kel und ich die letzten beiden Kartons in den Möbelwagen gewuchtet haben, ziehe ich mit einem Ruck die Klappe zu, lege den Riegel um und sperre damit achtzehn Jahre Erinnerungen weg, die alle auf die eine oder andere Weise mit meinem Vater verknüpft sind.

Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg...

Von diesem Buch habe ich schon so viel gehört und das meiste davon war nur positiv, wenn nicht sogar total begeistert. Und ein Wort wurde bei jeder Meinung, die mir zu Ohren kam immer benutzt: Poetry Slam. 
Da ich mich bisher nicht so mit dieser Dichtkunst anfreunden konnte, bin ich immer wieder an diesem Buch vorbeigangen, ohne mich näher damit zu beschäftigen. 
Als ich dann zum Nikolaus diesen Jahres den zweiten Teil der Reihe bekam, war ich zum Glück gezwungen mir dieses Buch zu kaufen, denn die Geschichte von Layken und Will hat mich verzaubert!

Der Anfang ihrer Liebesgeschichte ging mir auf den ersten Blick ein wenig zu schnell, aber wenn man sich in jemanden Hals über Kopf verliebt, dann ist das doch ganz normal. Deshalb hat es mich nach ein paar Seiten gar nicht mehr gestört. Ich fieberte die ganze Zeit auf den Augenblick hin, in dem man als Leser erfahren sollte, was das anfängliche Glück der beiden zerstört, weil ich mir nichts vorstellen konnte und auch nichts darauf hinwies. 

Das Gehemnis, das dann enthüllt wird und dazu führt, dass die Beziehung zwischen Will und Layken zerbricht ist einerseits völlig unspektakulär und dennoch so einschneidend, dass man als Leser nicht sagen kann Also deswegen muss man diese Liebe nun nicht beenden. Völlig überzogen.


Dieser Aspekt, das es völlig überzogen ist war immer mein Vorurteil gegenüber diesem Buch, da schon im Klappentext von der großen Liebe gesprochen und sofort alles erwidert wird. Ich konnte mir also keine wirklich Story dazu vorstellen, die mich packen sollte. 
Und doch ist dieses Buch genau das! Es dreht sich nicht nur um die Liebesgeschichte von Will und Layken, sondern noch um so viel anderes: Wie ist es einen lieben Menschen zu verlieren? Wie mache ich das beste aus meinem Leben, wenn das Schicksal mich zu hassen scheint? Wie viel bin ich bereit für meine Familie aufzugeben?
Es wird einfach so vieles angesprochen und meist sehr lebensnah und doch poetisch beantwortet.

Poetisch - Poetry Slam. Der Grund, der mich immer ein wenig abgeschreckt hat. Nach diesem Buch stehe ich dieser Dichtkunst anders gegenüber. Ich möchte gerne mal zu einem Poetry Slam gehen (aber bitte erst nachdem das Opferlamm ausgesucht wurde) und mir einige dieser faszinierenden Texte anhören, die voller Gefühle stecken.

Meine Gefühle haben mit diesem Buch eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Ich fühlte die ganze Zeit mit Layken, was unter anderem an dem tollen Schreibstil von Colleen Hoover lag. Ich habe gelacht wegen Kel, den ich für seine unbeschwerte Art bewundere und ich habe geweint, wenn sich zum Ende des Buches alle Ereignisse überschlagen. 

Dieses Buch ist einfach wundervoll und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil der Reihe, der auf meinem SuB auf mich wartet. Dieser ist dann aus der Perspektive von Will geschrieben und ich bin gespannt, was er uns zu erzählen hat.


Ich betrachte die Sterne über mir, und mir wird klar, dass uns die Liebe so wichtig ist, weil wir wissen, dass wir klein sind. Selbst wenn alles in der Welt auf das Gegenteil hindeutet, bildet die Liebe eine eigene Galaxie für uns und macht uns zu deren Zentrum, wenigstens für eine andere Person.
[S. 245]

Wäre mein Leben ein Film, dann wäre dieser Moment der Anfang.

Das Provinznest Little steht völlig Kopf, als ausgerechnet dort ein Hollywood-Film gedreht werden soll.Nur die 17-jährige Carter Moon zeigt sich völlig unbeeindruckt - erst recht von dem jungen Hollywood-Star Adam Jakes, mit dem ihre beste Freundin ihr Zimmer tapiziert hat. Doch dann bekommt Carter ein unglaubliches Angebot: Um das ramponierte Image des Stars aufzupolieren, soll sie vor der Presse seine Freundin geben. Widerstrebend geht Carter auf den Deal ein - bis sie plötzlich merkt, dass ihre Gefühle für Adam nicht nur um Skript stehen...

Carter ist ein sehr bodenständiges Mädchen, das mit ihrer Familie in der kleinen Stadt Little lebt. Sie ist anders als die Teenager in ihrem Alter und träumt nicht davon, in die große Welt zu gehen und Abenteuer zu erleben oder etwas Besonderes zu sein. Allerdings mischt sich Hollywood - eben diese Welt, in der es darum geht, etwas Tolles zu sein - in ihr Leben ein, als ein Weihnachtsfilm mitten im Hochsommer in ihrer Stadt gedreht werden soll.
Carter zeigt sich wenig beeindruckt, ganz im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Chloe, deren Herz für den Hauptdarsteller des Films, Adam Jakes, schlägt.

Obwohl Carter nichts von der Welt der Stars wissen will, geht sie für eines ihrer Familienmitglieder einen Deal mit Adams Manager ein, der ihr ein kleines Vermögen für die Rolle der Freundin von Adam Jakes verspricht. Für mich geht Carter viel zu schnell auf den Deal ein und macht sich gar nicht wirklich Gedanken darüber. Auch die Reaktion von Carters besten Freundin Chloe ist etwas merkwürdig. Erst hasst Carter diesen Star und dann ist sie plötzlich von einen auf den anderen Tag mit ihm zusammen, ohne ihrer eigentlich besten Freundin auch nur ein Wörtchen von ihrem Kennenlernen zu erzählen?

Ansonsten fand ich die Liebesgeschichte von Adam und Carter eher flau. Das erwähnte Manuskrpit enthielt nicht viele spannende Szenen für die beiden.
Adam ist ein sehr beliebter Star auf den sich die Journalisten am liebsten stürzen. Doch wenn er mit Carter zusammen war, waren irgendwie immer nur Reporter da, die auch erwünscht waren. Außerdem wurde Carter nie wirklich verfolgt oder hat auch nie erleben müssen wie schlimm es sein kann, als ein normales Mädchen mit einem Star zusammen zu sein. Man hätte also noch viel mehr draus machen können.


In ihrer Freizeit bloggt Carter mit ihrem besten Freund Drake über den Nachthimmel. Sie vergleichen das richtige Leben mit den Phänomenen am Himmel, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Leider kamen die Blogposts nur sehr spärlich vor. Aus dieser Sache hätte man noch viel machen können, weil die Idee wirklich super war!

Mein Fazit zu diesem Buch fällt also durchschnittlich aus. Es ist eine gute Lektüre für zwischendurch, die ihrem Preis vollkommen gerecht wird. Bei Sternengewitter erwarten einen eine kleine Liebesgeschichte, die ausbaufähig gewesen wäre, aber zur Unterhaltung völlig ausreicht und wundervolle Vergleiche des Lebens mit dem endlosen Sternenhimmel.


Bookaholics,

vor einer guten Woche war Nikolaus und endlich schaffe ich es, meine Geschenke mit euch zu teilen. Von meinen Eltern habe ich ein kleines Päckchen bekommen, in dem Winterfunkeln von Mary Kay Andrews verpackt war. Eine süße Geschichte über eine Frau, die völlig in Weihnachten vernarrt ist und sogar am heiligen Abend heiraten will. Doch dann funkt ihr das Leben dazwischen. Ich kann mich also auf eine lustige, weihnachtliche Geschichte freuen.
Von meinem Liebsten habe ich Weil ich Will liebe geschenkt bekommen und wunderschöne Lesezeichen, die ihr auf dem Bild sehen könnt. Sie sind aus Metall und doch so fein, dass sie die Buchseiten nicht zerstören. Sie lassen sich ganz leicht über die Seite streifen und genauso einfach wieder entfernen, ohne jegliche Rückstände zu hinterlassen.
Wie vielleicht so einige von euch wissen, die die Liebesgeschichte von Layken und Will schon gelesen haben, ist Weil ich Will liebe der zweite Teil. Leider hat mein aufmerksamer Freund sich aber nur gemerkt, dass ich das Buch in der Hand hielt, als wir mal wieder im Buchladen waren. Daher habe ich mir noch selbst ein Geschenk gemacht und mir Weil ich Layken liebe gekauft. 
Es war also eigentlich gar nicht schlecht, dass er mir den zweiten Teil gekauft hat. So konnte ich mich endlich überwinden, mir dieses Buch zu kaufen, an dem ich schon so oft nur vorbeigegangen bin, obwohl es mich schon seit längerem in den Fingern gekribbelt hat. 

Auf diesem Wege also nochmal lieben Dank an all die Nikoläuse, die an mich gedacht haben! :)

Wie war euer Nikolaustag? Und was habt ihr geschenkt bekommen?





Ihr Lieben,
wer kennt das nicht? Ich lese ein Buch und finde viele tolle Zitate, die ich am liebsten mit jedem, der die Rezi zu dem Buch liest, auch teilen möchte. Aber leider würde das einer völligen Überladung gleich kommen, weshalb man - oder in diesem Fall ich -, alle Zitate in einem kleinen Notizbuch festhalte, um sie nicht zu vergessen. Jetzt möchte ich diese Zitate, die mich zwar berührt haben, es aber durch Platzmangel nie in eine Rezension geschafft haben, mit euch teilen. Daher wird es jetzt immer mal wieder den Zitateregen geben. Ob er zu einer Regelmäßigkeit wird weiß ich noch nicht, aber er wird euch jetzt Ab und Zu immer wieder begegnen. 
Ich wünsche euch also viel Spaß beim Stöbern und vielleicht wird euch ja das ein oder andere inspirieren.

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Als Kind sollte man die Großen respektieren, wenn sie Regeln aufstellen, und auch Gott, weil der weiß, wie alles sein sollte. Aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass sie beide ihre Sache nicht besonders gut machten. - Wörter auf Papier.

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Dann zeigte er mir den Baum, in den er schon unsere Initialien geritzt hatte. Es klingt doof, aber ich erinnere mich daran, dass ich dachte, egal was passiert, sie würden immer da sein. - Dein eines, wildes, kostbares Leben. 

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 So wie er sie ansah, hätte sie schwören können, dass er in der Lage war, durch alle Mauern und Schutzwälle hindurch in ihr tiefstes Inneres zu blicken. Wenn sie auch nicht wusste, ob er von ihr oder von sich sprach, als er zum zweiten Mal entschieden behauptete: "Manche Wesen sind nicht dafür geschaffen, in einem Käfig zu leben." - Im Land des Feuervogels. 


 
Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der exakt die Taten des Serienmörders kopiert. Unter den Augen der an den Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern
weiter – und lässt die Polizei alt aussehen, so ganz ohne Zeugen. Was keiner weiß: Eine einzige Zeugin gibt es – Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her ..
Jack The Ripper! Genau mein Thema! Ich glaube, ich habe seit einer Ewigkeit nach so einem Buch gesucht, das endlich mal diesen mysteriösen Serienmörder. behandelt. Ich erwarte mir Spannung und puren Nervenkitzel. Ein absolutes Must-Have, das in diesem Monat sogar gleich auf meine Wunschliste für den Weihnachtsmann wandert.


Mehr Bücher haben es für Dezember leider nicht auf meine Must-Have-Liste geschafft, was ich für einen Monat wie Dezember ziemlich enttäuschend finde. Es wäre nochmal Zeit gewesen für richtige Knaller im Jahre 2014, aber die wurden wohl schon alle im November verpulvert. Ich bin also gespannt, was 2015 uns für tolle Bücher bringt! :)

Manche Dinge sind die Gefahr wert, oder? Ich finde nicht, dass irgendjemand das Recht haben sollte, mir vorzuschreiben, was ich lese oder mit wem ich befreundet bin.
[S. 180]

Unser Mutter ist auch eine Hexe gewesen, aber sie wusste es besser zu verstecken. 

Cate und ihre Schwestern Maura und Tess sind Hexen. Niemand darf davon erfahren, denn Hexen werden verfolgt und verbannt. Die Gefahr, aufzufliegen, lastet schwer auf Cate. Vor alem seit Finn aufgetaucht ist, dieser Junge mit den Zimtsommersprossen und dem kupferroten zerzausten Haar. Verzweifelt sucht sie nach einem Ausweg und stößt im Tagebuch ihrer toten Mutter auf eine Prophezeiung, die besagt, dass drei Schwestern mit magischen Kräften die Hexen zurück an die Macht führen werden.
Handelt es sich dabei um Cate, Maura und Tess?

Die Geschichte von Cate, Maura und Tess versetzt uns ins Ende des 19. Jahrhunderts. Jedoch nicht in eine Zeit, die wir aus den Geschichtsbüchern kennen. In Neuengland herrscht die sogenannte Bruderschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Hexen zu finden und zu töten, um die Welt vor deren bösen Kräften zu schützen. Frauen haben in dieser Gesellschaft keine Rechte. Sie sollen ihrem Mann dienen und sich den ganzen Tag nur mit malen und schönen Kleidern beschäftigen. 

Cate steht kurz vor ihrer Absichtsbekundung, die jedes Mädchen in ihrem Alter treffen muss. Das bedeutet, dass sie die Wahl zwischen der Schwesternschaft - ein Leben für Gott - und einer Heirat hat. Den Mann für diese Heirat suchen meistens die Brüder aus. Doch Cate hat viel größere Probleme, denn sie und ihre Schwestern sind Hexen und jeden Tag müssen sie mit ansehen, wie unschuldige Mädchen verhaftet und nie wieder gesehen werden. 

Der Einstieg in die Geschichte stellte sich als sehr müßig heraus. Die ersten 180 Seiten hatte ich das Gefühl, dass einfach nicht viel passierte. Es sollte als eine Art Einführung in die Geschichte dienen, aber da es kaum Erklärungen gab und der Leser sich viel selbst zusammenreimen musste, war es anstrengend die erste Hälfte des Buches zu überstehen. Cate verbot ihren Schwestern die ganze Zeit zu zaubern und selbst tat sie es auch nie. Daher fehlte oft der gewünschte Aspekt der Magie. Es geht schließlich um Hexen!
Wirkliche Magie bekommen wir dann erst am Ende des Buches geboten, aber dafür mit einem richtigen Knaller.



Wie in so vielen Büchern spielt auch in diesem die Liebe eine große Rolle. Wie schon erwähnt muss Cate bald ihre Absichtsbekundung aussprechen. Für eine Heirat hat sie auf jeden Fall zwei Verehrer, die ihr den Hof machen. Paul, ihr Kindheitsfreund und Finn, der Gärtner ihres Vaters. Dieses Liebesdreieck ist ganz interessant, da ich mich nicht entscheiden wollen würde. Paul ist aufmerksam und sehr ehrgeizig. Er will Cate unbedingt haben, ist sich seiner Sache aber ein wenig zu sicher. Finn hingegen ist ein belesener junger Mann, der alles tut, um seine Liebsten zu schützen. Wen Cate am Ende wählt ist manchmal leider zu offensichtlich. Da hätte ich mir gewünscht, dass die Unsicherheit, die zu Anfang bestand, sich länger hingezogen hätte.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Cate erzählt, weshalb wir nicht viel von Maura und Tess erfahren, es sei denn Cate wendet sich ihnen mal zu. So ist es auch ziemlich schwer ein Urteil über die beiden zu fällen, da man immer nur Cates subjektive Haltung zu den Situationen kennt. Bisher ist mir Tess am sympathischsten, weil sie einfach ruhig bleiben kann und nicht so aufbrausend und dramatisch wie ihre Schwestern ist.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten und lässt dennoch erahnen in welcher Zeit man sich befindet. 

Das Ende des Buches macht den Anfang aber auf jeden Fall wett und lässt uns gespannt auf den nächsten Teil "Sternenfluch" warten, dessen Cover wieder genauso schön ist wie das des ersten. Ich hoffe, dass der zweite Teil magischer wird und wir auch noch mehr von den anderen beiden Schwestern erfahren. 
 


Aber so sehr wir uns auch wünschen, es wäre anders: In Wahrheit schwankt unsere Welt zwischen Entscheidungen, die wir treffen, und den Geheimnissen, die wir für uns behalten.
[S. 7]

Das Leben besteht aus vielen flüchtigen Momenten.

Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden, kostbaren Leben?
Diese Frage ihres Englischlehrers stellt die 17-jährige Parker Frost vor ein Dilemma. Denn bisher weiß sie nur, was man von ihr erwartet: ein Medizinstudium in Stanford. Und zwar mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianna und Shane eingerichtet wurde, die vor zehn Jahren nach einem Autounfall ums Leben kamen.
Als Parker durch Zufall Juliannas Tagebuch findet und darin liest, ist sie erschüttert. Denn deren scheinbar perfektes Leben stellt sich plötzlich ganz anders dar. Was geschah damals, in der Nacht des Unfalls?
Die Reise durch Juliannas Leben wird für Parker zu einer Reise in ihr innerstes Selbst. Und langsam beginnt sie zu erkennen, was sie wirklich vorhat - mit ihrem einen, wilden, kostbaren Leben.

Dieses Mal war eindeutig der Titel mein Grund Nummer eins, warum ich mir dieses Buch gekauft habe. Ich denke, dass sich jeder schon mal diese Frage gestellt hat: Was habe ich eigentlich vor mit diesem einen Leben? Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Träume, so viele Erwartungen von anderen. 
Und mit was für einer Entscheidung ist man am Ende selbst zufrieden? 

Genau vor diesen Fragen steht auch Parker, die Protagonistin, kurz vor ihrem Abschluss. Sie ist eine Überfliegerin in der Schule und hat dazu noch eine sehr ehrgeizige Mutter, die viel von ihr erwartet. Durch einen Zufall bekommt sie das Tagebuch von Julianna Farnetti in die Hände, die vor zehn Jahren mit ihrem Freund bei einem Autounfall starb. Und in diesem Buch stehen einige Dinge, die niemand von dem perfekten Mädchen erwartet hat. Durch Juliannas Tagebuch beginnt auch Parker an ihrem Weg, der für sie bestimmt war, zu zweifeln. Dies entführt den Leser auf eine Reise zu Parkers verborgenen Gefühlen und auch zu einem selbst. Was habt ihr vor mit eurem einen, wilden, kostbaren Leben?

Der Kern der Geschichte ist sehr poetisch. Man soll nachdenken und wird dabei das ganze Buch über von Zitaten aus den Gedichten von Robert Frost begleitet. Seine Gedichte sagen viel über das Leben aus wie zum Beispiel sein Werk The Road Not Taken, in dem es um einen Weg in einem Wald geht, der sich gabelt und das lyrische Ich vor die Frage stellt, welchen Pfad es einschlagen soll. Den niedergtrampelten, den viele gegangen zu sein scheinen oder den nicht viel betretenen, der eine Herausforderung darstellt.
Es geht immer um Entscheidungen.



Ich könnte wohl eine gefühlte Ewigkeit über dieses Thema schreiben, hundert neue Gedanken dazu fassen und doch immer zum gleichen Ergebnis kommen: Es bringt nichts darüber nachzudenken, welche Entscheidung die richtige sein könnte, da wir es immer erst wissen, wenn wir sie getroffen haben. Aber wir müssen eine treffen.

Und genauso trifft Parker eine, die sie quer durchs Land führt und damit einer Stadtlegende nachjagt. Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen, da die Tagebucheinträge und Parker selbst eine große Spannung aufgebaut haben, sodass man einfach wissen musste wie es weitergeht.
Parker ist eine sehr sympathische Person, da sie Fehler hat und man all ihre Bedenken nachvollziehen kann. 
Das einzige, was mich gestört hat, war ihre beste Freundin Kat, die einen scheußlichen Charakter hat. Mag sein, dass ich ihre Art einfach nicht verstanden habe, aber sie war meiner Meinung nach egoistisch und hat sich selbst aufgegeben.

Näher mag ich auf die Geschichte gar nicht eingehen, da alles ineinander verschlungen ist und ich nichts verraten möchte. Dieses Buch ist für mich sehr gelungen und lässt den Leser mit einer sehr wichtigen Frage zurück, die nur jeder für sich selbst beantworten kann: Was hast du vor mit deinem einen, wilden, kostbaren Leben?





Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch heißt das, dass sie auch füreinander bestimmt sind? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf – und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, w
em sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können?
Der zweite Teil der Obsidian-Reihe erwartet uns also im November! Da mir der erste Teil ganz gut gefallen hat bin ich natürlich gespannt, wie es nun weitergeht. Also ein absolutes Must-Have für den November!
  
Erscheinungsdatum: 21.11.1o14 


Alyssa kann Blumen und Insekten flüstern hören, eine Gabe, die schon ihre Mutter um den Verstand brachte. Denn sie sind die Nachfahrinnen von Alice Liddell – besser bekannt als Alice im Wunderland. Als sich der Zustand ihrer Mutter verschlechtert, kann Alyssa ihr Erbe nicht mehr leugnen, sie muss jenen Fluch brechen, den Alice damals verschuldet hat. Durch einen Riss im Spiegel gelangt sie in das Reich, das so viel finsterer ist, als sie es aus den Büchern kennt, und zieht dabei ihren besten Freund und geheime Liebe Jeb mit sich. Auf der anderen Seite erwartet sie jedoch schon der zwielichtige und verführerische Morpheus, der sie auf ihrer Suche leitet. Aber wem kann sie wirklich trauen? 
Die Geschichte von Alice hat mich schon immer fasziniert und da der Klappentext uns eine dunklere Version von der einst von Lewis Carroll stammenden Erzählung verspricht ist das schon der erste Grund, warum ich dieses Buch einfach haben muss. Der zweite ist das Cover und das spricht jawohl für sich. Ein absolut vielversprechendes Must-Have für den November!
Erscheinungsdatum: 24.11.2o14


Kann es ein Verbrechen sein, Gefühle zu haben? Wut, Enttäuschung, Schmerz - Gefühle drohten die Menschheit auszulöschen. Ein Chip befreit sie nun von ihren schädlichen Emotionen. Denn selbstständig zu fühlen ist einfach zu gefährlich. Das erfährt Zoe am eigenen Leib, als plötzlich eine Störung an ihrem Chip auftritt. Zum allerersten Mal entstehen in ihrem Kopf eigene Gedanken und unaufhaltsame Gefühle. Zoe muss dieses Geheimnis um jeden Preis bewahren; sollte es gelüftet werden, droht ihr die Auslöschung. Doch dann gerät ihr Chip derart außer Kontrolle, dass sie sich nicht länger verstecken kann und für ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen muss.
Auch wenn ich das Cover nicht so schön finde, hat mich doch die Idee hinter dem Klappentext überzeugt. Ein wenig erinnert es mich bisher an BETA von Rachel Cohn, aber da ich Dystopien so sehr mag, muss ich diesem Buch einfach eine Chance geben und daher gehört es zu meinen Must-Haves!
Erscheinungsdatum: 17.11.2o14

Meine Aufsatzlehrerin hat gesagt, ein Komma heißt Zeit für eine Pause. Ich mache dauernd Pausen beim Reden, ob ich will oder nicht. Riesenpausen. Ich schreibe lieber eine Trillion Mal und als ein Komma zu viel.
[S. 9]

Ich habe einen guten Grund, über die Messersache zu schreiben.

Victor ist der beste Werfer von ganz Memphis. Nicht nur beim Baseball. Jede Zeitung, die er austrägt, landet perfekt auf der Veranda. Doch wenn Victor an Freitag denkt, wird ihm mulmig zu Mute. Dann muss er das Geld bei den Abonnenten einsammeln. Und das, wo er so sehr stottert, dass er kaum zwei Wörter hintereinander herausbringt.

Victor, ein elfjähriger Junge aus Memphis, ist eine der besten Werfer. Als sein Freund Arthur in den Sommerferien auf die Farm seiner Großeltern reist, bittet er Victor darum, seinen Job als Zeitungsjunge in dieser Zeit weiterzuführen. Das bedeutet für Victor vier Wochen Zeitungen vor die Haustüren der Nachbarn werfen und genau das liebt er. Doch Freitags muss er die 95 Cent von allen Haushalten abholen und nicht jeder bringt Victors Sprachfehler so viel Verständnis entgegen. 
Doch vier Leute haben in diesem Sommer einen großen Einfluss auf den kleinen Victor. Mr Spiro, Mrs Worthington, Mam - die Haushälterin - und der Fernsehjunge, der nie das Haus zu verlassen scheint. 

Die Geschichte ist aus Victors Perspektive geschrieben und so aufgebaut als hätte er sie selbst an der Schreibmaschine getippt. Der Schreibstil ähnelt daher dem eines Kindes, was aber überhaupt nicht störend war. Dadurch konnte ich mich noch mehr in Victor und seine Gedanken hineinversetzen. Zum Beispiel nannte er die Erwachsenen kaum bei diesem Wort, sondern immer nur 'die Großen'. 
Im gesamten Werk gibt es keine wörtliche Rede wie wir sie kennen - also " und ". Das Gesagte schreibt Victor einfach hintereinander weg, ohne es von seinen eigentlichen Gedanken zu trennen. Nur ein Absatz und ein Leerzeichen helfen dem Leser das Gesprochene und Gedachte auseinander zu halten. 
Erstaunlicher Weise hatte ich gar keine Probleme damit und finde den Aufbau daher klasse. Es wirkt einfach sehr authentisch und lässt sich flüssig lesen.


Der kleine Junge aus dem Jahre 1959 wächst einem während der Geschichte ans Herz. Er hat einen starken Charakter und hinterfragt die Welt um sich herum. Er stellte Fragen, die auf sein Alter passen wie zum Beispiel: Warum stottere ich, aber die anderen Kinder nicht? Es sind einfache Fragen und doch wissen die meisten Erwachsenen keine zufriedenstellende Antwort darauf. Victor ist ein stotternder Dichter, so sagt es Mr Spiro und ich kann dem nur zustimmen. Ein toller Protagonist für eine Geschichte mit einem ernsten Thema. 

Doch nicht nur das Stottern wird thematisiert, sondern auch die Trennung von Schwarzen und Weißen, was in Amerika zu dieser Zeit eine große Rolle spielte. Victors Kindermädchen Mam ist schwarz und so wird Victor in seinem Alltag oft mit Dingen konfrontiert, die er nicht versteht. Mam muss im Bus immer hinten sitzen und sie darf den Zoo nur in Gegenwart eines Weißen besuchen. Victor hinterfragt diese Dinge und regt dadurch sehr zum Nachdenken an.

Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen und würde es jedem empfehlen. Eine mitreißende Geschichte über einen kleinen Jungen, der sich selbst findet und dich mitnimmt in einen heißen Sommer 1959, in dem Freundschaft vieles verändern kann.