»Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe.«


Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket. Selbst im Sommer ist dort nicht viel los - bis die Familie Delos auf die Insel zieht. Äußert attraktiv, ziehen die Neuankömmlinge sofort alle in ihren Bann. Nur Helen verspürt ein tiefes Unbehagen. Was dahintersteckt, erfährt sie erst, als sie sich Hals über Kopf in Lucas Delos verliebt. Denn die beiden teilen ein gemeinsames Schicksal: Sie sind Halbgötter und dazu verdammt, durch ihre Liebe einen erbitterten Kampf auszulösen...


Ich liebe die griechische Mythologie und finde Bücher, die dieses Thema behandeln deswegen immer sehr interessant. Daher war es kein Wunder, dass ich mir Göttlich verdammt kaufen musste, das auch ein tolles Cover aufweist.

Helen lebt mit ihrem Vater Jerry auf einer kleinen Insel, auf der nie viel passiert. Sie führt ein ganz normales Leben, in dem sie sich in der Schule beweisen muss und sich mit ihrer besten Freundin Claire durch den normalen Schulalltag kämpft.
Doch alles ändert sich, als die Familie Delos auf die Insel zieht und Helens Leben auf den Kopf stellt.

Die Familie Delos besteht eigentlich aus zwei kleinen eigenen Familien, dessen Aufteilung erst logisch erschien und am Ende immer verwirrender wurde, bis ich kaum noch wusste, wer jetzt zu welchem Elternteil gehörte.
Alle Familienmitglieder sind wunderschön, klug und äußerst geheimnisvoll und Helen hat den unbeschreiblichen Drang einen von ihnen zu töten.
Dieser spannende Aspekt geht jedoch schnell wieder verloren, als sie sich dann in Lucas Delos verliebt, der ihre Liebe auch erwidert. Jedoch ging mir das alles zu schnell. Sie kannten sich kaum und fielen dann auch schon über einander her. Mir fehlte einfach dieses Gefühl des Hoffens, dass die beiden doch noch zusammen kommen oder sie sich wenigstens etwas ärgern, weil sie sich ja eigentlich töten wollen.
Aber es lief einfach immer nur auf das typische Helen, wir können das nicht tun heraus.

Mit dem Charakter von Helen wurde ich irgendwie das ganze Buch über nicht warm. Sie zweifelt andauernd an sich selbst, nimmt einfach alles hin, ist egoistisch und hat für ihre 16 Jahre einen sehr ausgeprägten Sexualtrieb, den sie unbedingt an Lucas auslassen möchte. Sie will, dass er unbedingt in ihrem Bett schläft und denkt auch öfters darüber nach mit ihm zu schlafen und benimmt sich dabei keinesfalls wie ein Jungfrau, sondern wie eine erfahrene Frau, was ich etwas übertrieben fand.

Die restlichen Halbgötter des Buches waren mir schon sympathischer, vor allem Ariadne und Cassandra gefielen mir sehr. Manchmal kam es mir sogar so vor, als würde nur durch Cassandra dieser Punkt mit der griechischen Mythologie eingebaut werden, da sie vieles erklärt und sich um die Geheimnisse kümmert, die sich um Helen ranken.

Allgemein kam mir die Mythologie ein wenig zu kurz. Die ersten 250 Seiten kam sie fast gar nicht vor und es wurde nichts erklärt. Warum auch, wenn Helen nichts hinterfragt oder nicht mal selbst etwas nachforscht? Wenn etwas über die Scions (Halbgötter) erklärt wurde, kam es von einem der Delos', der zwei oder drei Sätze dazu verlor.
Erst auf den letzten hundert Seiten wurde es in dieser Hinsicht interessant.


Die Geschichte, die sich neben der Liebe von Helen und Lucas abspielt, hat einen guten Ansatz und kann sich im zweiten Teil der Reihe Göttlich verloren in eine spannende Richtung entwickeln. Es gibt viel Potenzial, das es noch auszuschöpfen gilt, denn bisher war die Handlung ein wenig vorausschaubar.
Ich bin gespannt, was Josephine Angelini aus diesem Ansatz macht, der bisher eher durchschnittlich ist, aber ich hoffe, dass der zweite Teil  besser wird.



1 buchtastische Nachricht

  1. Mir hat "Göttlich verdammt" irgendwie nicht gefallen, ich habe es vor etwa... zwei Jahren oder so gelesen, aber toll fand ich es nicht. Mit Helen habe ich mich nicht anfreunden können und Lucas war auch nicht so meins... Habe die Bücher deshalb schnell abgebrochen :)

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Danke für jede buchtastische Nachricht! ♥