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Seit einer Woche nichts.


Gutaussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail Freund Luca zu ihr hält. Das ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht?


Den ersten Teil Kirschroter Sommer habe ich verschlungen. Es war eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat. Die Charaktere waren einzigartig und neu.
Der zweite Teil Türkisgrüner Winter kann da leider nicht mithalten.

Die ersten Seiten fand ich noch spannend, da ich unbedingt wissen wollte, warum Elyas auf einmal aufgehört hat, sich für Emely zu interessieren. Nachdem das Missverständnis dann aufgeklärt wurde nach ungefähr fünfzig Seiten, wurde die Geschichte doch eher zur Qual als zur guten Buchwahl.

Die Liebesgeschichte, die in Kirschroter Sommer so schön begonnen hatte, wurde immer durchsichtiger, ein wenig unstrukutiert und zeitweise sogar öde.
Elyas' Ziel war eigentlich, dass Emely sich mal anstrengen soll und ihm zeigen, dass sie auch Interesse an ihm hat. Das hat vielleicht ein paar Mal geklappt und dann musste Elyas sich wieder bemühen, um Emely für sich zu gewinnen.
Emely, die mir im ersten Band noch so sympathisch gewesen war, wurde für mich zu einer richtigen Zicke, die immer nur an sich gedacht hatte. Wieso besucht Elyas seine Eltern zu Weihnachten? Wieso guckt er so? Wieso sollte ich ihn auch irgendetwas erklären lassen? Er hat mich ja so verletzt!
Die ganze Zeit badete sich Emely also in Selbstmitleid, weshalb ich oft nur die Augen rollen musste und Elyas mir wirklich leid tat. Sie hatte ihn gar nicht verdient.

Elyas wurde mir zum Ende aber auch immer unsympathischer, da die gesamte Geschichte der beiden Teile nochmal aus seiner Schicht geschildert wird. Das war natürlich sehr interessant und hat bei mir auch Pluspunkte gesammelt, aber die Hintergründe für Elyas Verhalten zu erfahren, ließen mich nur die Hand vor die Stirn schlagen. Wie kindisch die beiden doch waren und wie simpel gestrickt die ganze Handlung doch eigentlich war...

Natürlich wurde auch aufgeklärt, was es mit dem mysteriösen Luca auf sich hat. Aber wussten wir nicht alle schon von Anfang an, wer dahinter steckt? Die Hinweise waren ja praktisch in Neonfarben ins Buch geschrieben worden. Deswegen war es für mich keine allzu große Überraschung mehr. 

Was mir sehr gut an der Geschichte gefallen hat, war, dass man mehr über die Familien der Beiden erfahren hat. Vor allem bei Elyas würde man sich zu Hause wohlfühlen.

Alles in Einem kann man also sagen, dass der zweite Teil keinesfalls mit dem ersten mithalten konnte. Trotzdem war es interessant, wieder etwas von Emely und Elyas zu lesen, die letztendlich einen schönen Schluss für ihre Geschichte gefunden haben.



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