"Es ist eine Metapher, verstehst du: Du steckst dir das tödliche Ding zwischen die Zähne, aber du gibst ihm nicht die Kraft dich zu töten."
[Augustus Waters]

Die Verfilmung zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist eine der schönsten, die ich je gesehen habe. Das erste Mal seit langem war ich wirklich damit zufrieden, was ich gesehen habe. 
Eigentlich war ich nicht gerade glücklich, als ich erfuhr, dass dieses wunderschöne Buch verfilmt werden soll, da ich Angst hatte, dass die Filmemacher es wie so oft versauen würden. Heute war ich dann nun im Kino (die Taschentücher bereit in meiner Tasche) und wurde von diesem Film verzaubert. 
Und es ging nicht nur mir so. Das gesamte Kino ist wegen Hazels und Gus' Liebesgeschichte in Tränen ausgebrochen. Gestandene Männer tupften sich verstohlen die Tränen ab und alle Frauen schnaubten herzzerreißend in ihre Taschentücher.
Es wurden fast alle Dinge aus dem Buch übernommen. Was fehlt ist Beispiel die Szene, wo Hazel und Isaac vor der Konsole sitzen und über Gus Tod reden. Ich hatte mich auf diese Stelle gefreut, weil ich im Buch weinen und lachen musste zugleich.
Aber auch wenn sie ein oder zwei Dinge herausgelassen haben, hat es nichts an der Geschichte geändert. Der Verlauf ist der gleiche geblieben und das kann man leider nicht oft sagen.
Die Dialoge wurden aus dem Buch übernommen genauso wie jeder Charakter. In manchen Filmen werden einfach welche dazugedichtet oder rausgelassen. Aber hier haben wir jeden wiedergetroffen, dem wir schon im Buch begegnet sind. Aber dazu mehr bei den Charakteren.


Kommen wir nun zum Emotionalen. Ein wenig habe ich gedacht, ich sehe das vielleicht zu subjektiv, weil ich wirklich mitten im Wasser gebaut bin. Aber es hat jeder in diesem Kino geweint. Man hat gemerkt, wer das Buch gelesen hat, denn diese Leute waren schon am Anfang emotionale Wracks. So wie ich. 
Aber selbst die anderen konnten die kleinen Tränen nicht zurückhalten. Der Film wurde nicht noch extra überzogen. Die Romanvorlage hat vollkommen gereicht, um die Zuschauer zu bannen und sie weinen zu lassen.

Mit der Übernahme der Handlung bin ich also komplett zufrieden und kann nur jedem raten, der das Buch geliebt hat, sich diesen Film anzusehen. Man wird nicht enttäuscht.

Ich war sehr skeptisch, als ich hörte, dass Ansel Elgort August Waters spielt. Ich glaube, viele haben sich Augustus anders vorgstellt, denn Elgort wirkt nicht wie der wortgewandte, humorvolle Waters. Er wurde im Buch beschrieben wie der Traummann schlechthin. Als ich ihn dann aber in diesem Film sah, hat sich meine Meinung geändert. Er hat Augustus wundervoll umgesetzt. Da hat man sich schon zum zweiten Mal in Augustus Waters verliebt. 
Hazel war mit Shailene Woodley die perfekte Besetzung. Da muss man nicht viel sagen. Sie ist einfach Hazel durch und durch. 
Überrascht hat mich die Assistentin von van Houten. Lidewij Vliegenthart (besetzt mit Lotte Verbeek) hat gewirkt wie eine Prinzessin. Wundervoll und sehr gelungen. 

Was soll ich sagen? Sie waren toll. Mich hat keine gestört und ich fand keine unpassend. Wenn Augustus und Hazel sich unterhalten haben, hätte man auch die Augen schließen können. Wirklich toll.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke für jede buchtastische Nachricht! ♥