Er war Connor Rule - der Goldjunge der Schwimmmannschaft von St. Bernard und der USC, für den Privilegien vorgesehen waren und ein eigener Hedgefond und eine wunderschöne, dünne Frau von einwandfreier Herkunft.
Sie war Rory McShane von der Kittattiny High, die sich für alles anstrengen würde müssen, was sie im Leben je erreichen wollte.
[S. 253]

Sie hätte es wirklich jemandem erzählen sollen. 

Sonne, Strand und Meer - das erträumt sich Rory neben ihrem Job als Mädchen für alles. Doch ihr Leben bei den wohlhabenden Rules birgt jede Menge Überraschungen. Zum Beispiel den attraktiven Connor Rule, der für sie selbstverständlich tabu ist - und den sie dennoch unglaublich anziehend findet. Oder Isabel Rule, die verzogene Tochter des Hauses, die Rory ein ums andere Mal das Leben schwer macht. Auch über sich selbst lernt Rory mehr in diesem einen Sommer, als sie jemals für möglich gehalten hätte. Bis sie eines Tages ein Geheimnis enthüllt, das besser nie ans Licht gekommen wäre ...

Ich habe mir von diesem Buch das Gefühl von Sommer versprochen - einem luxuriösen Sommer. Rory sollte mich mit ihrem Ferienjob bei den Rules neidisch machen und für mich einen wundervollen Sommer mit einigen Höhen und Tiefen erleben. 
Doch leider kam es nach einigen Seiten völlig anders, denn Rory scheint in diesem Buch überhaupt nicht die Hauptrolle zu spielen. Viel mehr wird aus der Sicht von Isabel Rule berichtet und Rory als Nebencharakter dargestellt, der manchmal für die Familie Besorgungen macht.
Der Rückentext des Buches beschreibt also in keinster Weise das, was wirklich in der Geschichte erzählt wird.

Die Liebesgeschichte zwischen Connor und Rory wird so gut wie gar nicht erzählt. In manchen Abschnitten wird es zwar mal aufgegriffen, aber dass die beiden sich ineinander verlieben geht mir persönlich viel zu schnell und es fühlte sich so an, als hätte die Autorin gedacht Achja, Rory und Connor müssen ja auch noch zueinander finden! Na, dann schreib ich dazu mal drei Sätze! 

Die eigentliche Liebesgeschichte, die wir also in dem Buch vorfanden, war die zwischen Isabel Rule und dem Surfer Mike. Dieses Pärchen hat mich aber ehrlich gesagt kaum interessiert, da mir Isabel nicht sehr sympathisch war und Mike mir von Anfang an nicht gefallen hat.
Viel mehr wollte ich etwas von Rory lesen und sei es nur über ihr neues Leben bei den Rules und was sie dort nun alles erlebt. 

Und wenn man dann wieder etwas aus Rorys Sicht lesen durfte hat man gemerkt, dass selbst die als Protagonistin angedachte Figur sehr schlecht ausgearbeitet ist. Ich hätte mir bei allen Charakteren mehr Details gewünscht. Mehr Gefühle, Emotionen und Gedanken. Was man stattdessen dafür bekam waren eher flache Dialoge. In denen konnte man dann raushören für was für eine Person sie Rory hielten. So wurde sie zum Beispiel als temperamentvoll beschrieben, aber von diesem Charakterzug habe ich leider nichts gemerkt. Sie ist zurückhaltend, schleimt sich gleich bei jedem ein, von dem sie den Eindruck hat, dass er ihr böse sein könnte und sie will es immer allen recht machen. Und komischerweise sind fast alle Charaktere aus dem Buch auf diesem Grundgerüst aufgebaut. Sie sind alle perfekt und haben kaum Fehler bis auf Mrs Rules, die alle Fehler abbekommen hat, die die Autorin bei den anderen Figuren gespart hat. 
Es fällt mir daher schwer überhaupt einen Charakter aus dem Buch als sympathisch zu bezeichnen. 
 
 

Das Geheimnis, das ebenfalls in dem Rückentext angesprochen wird, lüftet nicht Rory, sondern Isabel. Es scheint ja sowieso ihre Geschichte zu sein und nicht die Rorys. Und dieses Geheimnis ist so unspektakulär und vorhersehbar, dass ich mir am liebsten mit der flachen Hand an die Stirn geschlagen hätte. Die Autorin streut immer mal wieder Hinweise in dem Buch und nach dem zweiten weiß man sofort was denn nun Sache ist. 
Allgemein konnte man sich oft etwas zusammenreimen und wusste daher, was als nächstes passiert. 

Zum Ende hin bleiben keine Fragen offen und das Buch wirkt für mich wie eine in sich abgeschlossene Geschichte, weshalb ich bisher nicht nachvollziehen kann, dass im Februar der nächste Band Blueberry Summer rauskommt. Dieses Buch wird dann ebenso wenig mit Blaubeeren zu tun haben wie dieses mit Erdbeeren in Verbindung stand, denn der Titel passte nicht zur Geschichte. 
Trotzdem kann ich nicht sagen, dass mich die Geschichte nicht unterhalten hätte. Sie war eben durchschnittlich, aber nicht in dem Maße enttäuschend, dass ich das Buch weggelegt habe. 
 
Ein Faktor, der nichts mit der Geschichte und der Autorin zu tun hat - mich aber sehr gestört hat - war, dass die Rechtschreibung sehr schlecht war. Viel zu oft waren die Verben nicht konjugiert worden, sondern standen nur im Indikativ. Das ließ die Charaktere im Dialog sehr dümmlich wirken und zerstörte die Atmosphäre.
 
 

5 buchtastische Nachrichten

  1. Und jetzt ist das Buch runter von der WuLi...:)

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    1. Die 8,99 € kann man wirklich besser investieren :) Obwohl ich schon Rezis gelesen habe, die von diesem Buch schwärmten. Die Meinungen sind also sehr gespalten. ;)

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  2. Okay, danke (: Dann kann ich das von meiner Wunschliste streichen (:

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  3. Mir hat es auch nicht gefallen. Kann gar nicht nachvollziehen wie man ein Fan davon sein kann. Es ist ja hier nicht nur dass mir die Thematik nicht liegt, es ist einfach von der Qualität nur "hmm".
    Schöne Rezi:)

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    1. Oh, ich dachte, ich wäre mit meiner Meinung dazu alleine. Eine Gleichgesinnte! :D
      Es ist eben ein Buch für den Strand, wobei man sich nicht viel konzentrieren muss :)
      Danke! <3

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Danke für jede buchtastische Nachricht! ♥