Eine weitere ungeheuerliche Sache war passiert und eindeutig wieder direkt gegen mich gerichtet. Wer machte das? Wer hatte hier etwas gegen mich? Wie weit würde es noch gehen?
Fragen über Fragen, auf die ich momentan keine Antwort wusste.
[S. 35]

Sie hatte es tatsächlich gewagt.

Seit Alexandra Zipres ihren Debütroman veröffentlich hat, läuft einiges schief: Ihre Ehe ist vorbei, und sie ist aus dem beschaulichen Willerup nach Hamburg gezogen. Ihr Ex-Mann Marc hat eine "Neue", und jemand belästigt sie mitternachts. Stammen die unheimlichen Anrufe und ominösen Nachrichten etwa von ihr? Aber auch das offensichtliche Nachstellen ihres Arbeitskollegen ist verdächtig. Eine zerfleischte Amsel im Spielzeugauto ihres Sohnes wird schließlich zum Auftakt weiterer Grausamkeiten, die fatalerweise von Alex' Roman inspiriert zu sein scheinen und letztlich die Polizei alamieren. Längst hält sie die Fäden nicht mehr in der Hand und durchlebt die beängstigende Kopie ihres eigenen Romans...

Zuerst möchte ich mich bei Sebastian Hallenberger von Hallenberger Media bedanken, der alles möglich gemacht hat, um mir Fatale Folgen als Print zukommen zu lassen. (Langsam komme ich wohl nicht mehr um die e-Books herum.) Vielen Dank dafür und dass ich Fatale Folgen rezensieren durfte.

Als ich den Klappentext las war mir sofort klar, dass mich die Geschichte von Ellen Puffpaff packen wird. Eine Autorin, die von ihrem eigenen Buch eingeholt wird und damit ihre eigene Fantasie durchleben muss. Dass dieses Buch auch noch ein brutaler Krimi ist lässt das Leben von Alexandra schnell zu einem Albtraum werden.Und in eben diesen taucht der Leser ein. 

Alexandra wird durch ihr Buch von allen Seiten angefeindet. Das Dorf, in dem sie ehemals wohnte, diente ihr als Schauplatzvorlage und so hat sie sich den Hass aller Dorfbewohner zugezogen. Ihr Ex-Mann wird von den Dorfbewohnern gehasst, da sie ihn ebenfalls dafür verantwortlich machen und überträgt dieses Gefühl direkt auf Alex. 
Obwohl sie es dadurch schon schwer genug hat, gibt es trotzdem noch eine Person, die Alexandra leiden sehen will und dies ist ihr Stalker, der es fast auf jeder Seite geschafft hat, mir eine Gänsehaut zu bereiten. 



Der Stalker wurde perfekt in Szene gesetzt. Er wurde nicht übertrieben dargestellt oder zu brutal oder gar zu verweichlicht. Ellen Puffpaff hat die richtige Mischung beibehalten und ließ ihn dadurch real wirken.
Die kleinen Hinweise, die man im Laufe der Geschichte auf seine wahre Identität bekommt reichten nie dazu aus, um einen richtigen Schluss zu ziehen. Bis zur letzten Seite wusste ich nicht, wer es sein konnte und spekulierte genauso wie Alexandra. Meine Meinung wechselte auch mindestens genauso oft wie ihre und schließlich war ich verwirrt und wusste selbst nicht mehr, was ich glauben sollte.
Jeder schien ein Motiv zu haben. 

Alexandras Reaktionen auf den Stalker und alles was um sie herum passierte waren immer sehr realistisch dargstellt und machten sie mir dadurch sympathisch. Ich habe teilweise wirklich mit ihr gelitten und mich selbst erschrocken, wenn wieder ein kleiner Anschlag auf sie verübt wurde.
Andere Charaktere hingegen - zum Beispiel Marc - hätte ich am liebsten geschüttelt, damit sie endlich die Augen öffnen und den Tatsachen ins Auge sehen. Stalking ist heutzutage nichts mehr, was nur um Fernsehen passiert oder als Vorlage für große Blockbuster dient. Es gehört zum realen Leben dazu und kann die schlimmsten Ausmaße annehmen.

Durch das Zusammenspiel der gut umgesetzten Charaktere und der Story ergab sich ein Nervenkitzel, der mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Ein absoluter Pageturner, der sich nicht an langatmigen Passagen aufhält, sondern von einer spannenden Stelle zur nächsten springt! 
Das macht Fatale Folgen für mich zu einem 5-Blumen-Kandidaten und das obwohl ich eigentlich kein Krimileser bin. Also unbedingt lesen!


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