Ich betrachte die Sterne über mir, und mir wird klar, dass uns die Liebe so wichtig ist, weil wir wissen, dass wir klein sind. Selbst wenn alles in der Welt auf das Gegenteil hindeutet, bildet die Liebe eine eigene Galaxie für uns und macht uns zu deren Zentrum, wenigstens für eine andere Person.
[S. 245]

Wäre mein Leben ein Film, dann wäre dieser Moment der Anfang.

Das Provinznest Little steht völlig Kopf, als ausgerechnet dort ein Hollywood-Film gedreht werden soll.Nur die 17-jährige Carter Moon zeigt sich völlig unbeeindruckt - erst recht von dem jungen Hollywood-Star Adam Jakes, mit dem ihre beste Freundin ihr Zimmer tapiziert hat. Doch dann bekommt Carter ein unglaubliches Angebot: Um das ramponierte Image des Stars aufzupolieren, soll sie vor der Presse seine Freundin geben. Widerstrebend geht Carter auf den Deal ein - bis sie plötzlich merkt, dass ihre Gefühle für Adam nicht nur um Skript stehen...

Carter ist ein sehr bodenständiges Mädchen, das mit ihrer Familie in der kleinen Stadt Little lebt. Sie ist anders als die Teenager in ihrem Alter und träumt nicht davon, in die große Welt zu gehen und Abenteuer zu erleben oder etwas Besonderes zu sein. Allerdings mischt sich Hollywood - eben diese Welt, in der es darum geht, etwas Tolles zu sein - in ihr Leben ein, als ein Weihnachtsfilm mitten im Hochsommer in ihrer Stadt gedreht werden soll.
Carter zeigt sich wenig beeindruckt, ganz im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Chloe, deren Herz für den Hauptdarsteller des Films, Adam Jakes, schlägt.

Obwohl Carter nichts von der Welt der Stars wissen will, geht sie für eines ihrer Familienmitglieder einen Deal mit Adams Manager ein, der ihr ein kleines Vermögen für die Rolle der Freundin von Adam Jakes verspricht. Für mich geht Carter viel zu schnell auf den Deal ein und macht sich gar nicht wirklich Gedanken darüber. Auch die Reaktion von Carters besten Freundin Chloe ist etwas merkwürdig. Erst hasst Carter diesen Star und dann ist sie plötzlich von einen auf den anderen Tag mit ihm zusammen, ohne ihrer eigentlich besten Freundin auch nur ein Wörtchen von ihrem Kennenlernen zu erzählen?

Ansonsten fand ich die Liebesgeschichte von Adam und Carter eher flau. Das erwähnte Manuskrpit enthielt nicht viele spannende Szenen für die beiden.
Adam ist ein sehr beliebter Star auf den sich die Journalisten am liebsten stürzen. Doch wenn er mit Carter zusammen war, waren irgendwie immer nur Reporter da, die auch erwünscht waren. Außerdem wurde Carter nie wirklich verfolgt oder hat auch nie erleben müssen wie schlimm es sein kann, als ein normales Mädchen mit einem Star zusammen zu sein. Man hätte also noch viel mehr draus machen können.


In ihrer Freizeit bloggt Carter mit ihrem besten Freund Drake über den Nachthimmel. Sie vergleichen das richtige Leben mit den Phänomenen am Himmel, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Leider kamen die Blogposts nur sehr spärlich vor. Aus dieser Sache hätte man noch viel machen können, weil die Idee wirklich super war!

Mein Fazit zu diesem Buch fällt also durchschnittlich aus. Es ist eine gute Lektüre für zwischendurch, die ihrem Preis vollkommen gerecht wird. Bei Sternengewitter erwarten einen eine kleine Liebesgeschichte, die ausbaufähig gewesen wäre, aber zur Unterhaltung völlig ausreicht und wundervolle Vergleiche des Lebens mit dem endlosen Sternenhimmel.


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