Ja, sie ist gerade unglücklich in diesem einen Moment. Aber wenn ich die beiden anschaue, wenn ich das hier anschaue, Liv, dann sehe ich einfach ein Bild voller Liebe.
[S. 84]

 Liv Halston klammert sich an das Geländer auf dem Eiffelturm, blickt durch die Rauten des Sicherheitsgitters auf Paris hinunter und fragt sich, ob schon jemals zuvor irgendwer so katastrophale Flitterwochen erlebt hat.

Honeymoon in Paris...
...davon träumen Brautpaar überall auf der Welt. Sophie und Liv leben diesen Traum.

Im Paris der Belle Èpoque verbringt Sophie die ersten Tag an der Seite ihres Mannes, des Malers Èdouard Lefèvre. Die Welt, die er ihr, dem Mädchen aus der Provinz, zeigt, ist aufregend und neu. Doch das Leben als Frau eines verarmten Künstlers hat auch seine Schattenseiten.

Über hundert Jahre später begibgt sich eine andere Braut auf Hochzeitsreise in die Stadt der Liebe. Hals über Kopf haben Liv und David geheiratet. Doch die Tage in Paris sind nicht ganz so unbeschwert und romantisch, wie Liv sich das erhofft hat. Hat sie gerade den Fehler ihres Lebens begangen? Erst ein Gemälde bringt die Liebenden einander wieder näher...

 Die Tage in Paris entführt uns in die Vorgeschichte zu Ein Bild von dir. Auf den 106 Seiten begleiten wir zwei frisch verheiratete Ehepaare: Sophie und Èdouard & Liv und David. Die beiden Paare sind in der gleichen Stadt, nur getrennt durch ein Jahrhundert und die Geschichten der beiden sind durch ein Bild verbunden.

In der kleinen Geschichte springen wir immer zwischen den Sichten von Sophie und Liv. Beide Frauen sind auf ihrer Hochzeitsreise und beide haben ein Problem mit ihren Männern. Bei Sophie sind es die Frauen, die sich ihrem Mann, der Künstler ist, an den Hals werfen und bei Liv ist es die Arbeit, die David mehr zu lieben scheint als seine frisch Angetraute.
Und doch erzählt Die Tage in Paris die schönen Tage der Ehepaare, denn in der Hauptstory ist es um die beiden nicht mehr so gut bestellt (aber dazu mehr in der Rezension zu Ein Bild von dir).

Auf den wenigen Seiten ist viel passiert und die Spannung kam keineswegs zu kurz. In knapp zwei Stunden war es beendet und ließ mich in aller Vorfreude auf den Folgeband zurück.
Moyes Schreibstil riss mich wieder einmal richtig mit und ließ mich mit den Protagonistinnen mitfühlen, die ich schon jetzt in mein Herz geschlossen hatte. Beide sind richtige Kämpfernaturen.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, waren die Illustrationen im Buch, die auf die gleiche Weise gestaltet wurden wie es die Cover von Jojo Moyes Büchern immer sind. Sie untermalten das Geschriebene in hübschen Farben und Bildern.

Die Vorgeschichte zu Ein Bild von dir dient nicht dazu, um die Hauptstory überhaupt zu verstehen. Man kann also Ein Bild von dir lesen, ohne die Vorgeschichte zu kennen und wird trotzdem alles verstehen. Aber um die Gefühlswelt und das Leben vor dem Unglück der beiden Frauen besser zu verstehen ist es dienlich, Die Tage in Paris zu kennen. 


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