"Wie war er so?"
"Höflich, konzentriert, elegant, richtig ... einschüchternd."


Nun war es also soweit: Das wohl meist gehypte Buch, das zu den unterschiedlichsten Meinungen geführt hat wurde verfilmt und kam am 12. Feburar in unsere Kinos. Und wie bei jeder Buchverfilmung konnten nicht alle Erwartungen erfüllt werden. Sei es die an die Schauspieler oder an die gekürzte oder vielleicht sogar abgeänderte Story.
Mr. Grey bat also in sein Spielzimmer und Kinosäle voller Frauen - und mitgeschleifter Männer (an dieser Stelle auch ein Danke an meinen Freund, der sich mir zur Liebe diesen Film angesehen hat) - folgten ihm. Wie er denn nun war? Lest selbst:

Wie bei eigentlich jeder Buchverfilmung konnten auch dieses Mal nicht alle Szenen übernommen werden, was bei diesem Buch dann wahrscheinlich auch zu einem Porno ausgeartet wäre, wenn wir ehrlich sind. Das Thema Sex stand im Film natürlich im Vordergrund, denn sonst wäre es nicht 50 Shades of Grey. Jedoch wurde der Sex eher reduziert dargestellt. Es gab viel nackte Haut und auch viele Szenen, die ich nicht für 16jährige eingestuft hätte, aber meiner Meinung nach wurde der Sex nicht so pornografisch dargestellt wie er im Buch beschrieben wurde. Es blieb immer niveauvoll und leidenschaftlich. 
Nicht jede Sexszene wurde verfilmt und das muss sie auch nicht, denn mir hat es gereicht, die Leidenschaft zwischen den beiden dargestellt zu sehen. Das wichtige, was Mr. Greys Vorlieben angeht wurde gezeigt und auch zu Genüge vorgeführt. Wer also viel Wert auf die erotischen Szenen setzt wird vielleicht ein wenig enttäuscht sein. 
Die Handlung wurde also ein wenig gekürzt, was mich überhaupt nicht gestört hat. Ich muss sogar zugeben, dass mir der Film besser gefallen hat, als das Buch, was vor allem den beiden Schauspielern lag, aber dazu mehr im nächsten Punkt.

Nachdem gefühlt 20 bekannte Schauspieler die Rollen der Ana und des Christian abgelehnt haben, fanden sie ihre Besetzung letztendlich in Dakota Johnson als Ana und Jamie Dornan als Mr. Grey.
Ich finde, wenn man sich schon nicht ganz an die Story hält, sollte man wenigstens versuchen die Charaktere so genau wie möglich zu treffen. Dakota hat mir sehr gut als Ana gefallen, da ich sie sehr hübsch finde und sie in die Rolle des Mauerblümchens, das sich selbst entdeckt sehr gut hineingepasst hat.
Jamie hingegen passt überhaupt nicht auf die Rolle des Mr. Grey! Allein die Haarfarbe ist daneben. Christian hat rote Haare und wird immer als Halbgott beschrieben und dann bekommt man fast schon einen Bubi vorgesetzt. Ich glaube nicht, dass eine begeisterte 50 Shades of Grey Leserin sich so einen Mr. Grey gewünscht hat. 
Trotzdem hat er ihn ganz gut umgesetzt, auch wenn er vielleicht mal hätte Lächeln können - nur ein Mal wenigstens! Als Paar haben die beiden mir dann ganz gut gefallen. Sie haben die Erotik und die Leidenschaft sehr gut rübergebracht. Seine Gefühle für Ana werden im Film viel deutlicher als im Buch, weshalb mir der Film auch mehr zusagt. Und das grenzt ja schon an ein Wunder, dass der Film besser ist als das Buch. 

Dieses Mal habe ich nichts an den Stimmen auszusetzen. Sie haben zu den Figuren gepasst und vor allem Anas Stimme hat mir sehr gefallen. Also ein klarer Pluspunkt!


Der Film war für mich also eindeutig besser als das Buch. 
Für mich waren mehr Gefühle und Emotionen im Spiel als im geschriebenen Wort. 
Jedoch glaube ich nicht, dass er die 50 Shades of Grey Fans zufrieden stellen kann. 


2 buchtastische Nachrichten

  1. Ich selber war kein Fan und bin trotzdem in den Film. Mich konnte nur der Soundtrack begeistern, da ich die Schauspieler unpassend fand und die Szenenwahl nicht gut gewählt war. Ich schätze, wenn man passendere Schauspieler eingesetzt hätte und passendere Szenen gewählt hätte, wäre es ein echt guter Film geworden. Das doofste war aber, dass Leute, die das Buch nicht kannten, den Film nicht verstanden haben.
    Ich teil also deine Meinung und zwei Filmklappen sind da sehr gerecht fertigend!
    Liebste Grüße.

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    1. Als Fan des Buches würde ich mich auch nicht bezeichnen. Ich hatte dem Buch damals mal gerade zwei Punkte gegeben und fand am besten das Ende. ^^
      Dass Leute, die das Buch nicht gelesen haben, den Film nicht verstanden haben kann ich irgendwie nachvollziehen. Sehr kurz kam für mich vor allem der Vertrag zwischen den beiden. Im Buch war er komplett niedergeschrieben und im Film nur mal kurz erwähnt. Wer es also nicht gelesen hatte, wusste nicht, was es damit auf sich hat. Man selbst kannte die Hintergründe und konnte sich Zusammenhänge erschließen, da man auch die Szenen kannte, die nicht verfilmt wurden.
      Für jemanden wie mich, der das Buch jedoch gelesen hat, fand ich es nicht schlecht.

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Danke für jede buchtastische Nachricht! ♥