Wenn sie sich der Sehnsucht nach Liebe hingab, kam sie sich vor wie eine Katze, die den Leuten ständig um die Beine strich und miaute: Streichel mich, streichel mich, hier bin ich, hab mich lieb.
Sie wäre lieber die Katze, die mit undurchschaubarem Gesicht gelassen von einer hohen Mauer herunterblickte. Die Katze, die nicht gestreichelt werden wollte, die niemanden brauchte.
[S. 93]

Als sie über das schneebedeckte Kopfsteinpflaster zur Schule stapfte, hatte Karou keinerlei finstere Vorahnung, was den bevorstehenden Tag anging.

Was würdest du dir wüschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf all deine Fragen ist?
Karou dachte, sie wüsste wer sie ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert...

Der Klappentext besteht nur aus einzelnen Fragen und sagte nicht allzu viel über das Buch aus und doch hat er mich sofort gepackt und ich konnte dem Kauf nicht widerstehen. Und so landete die Geschichte von Karou in meinen Händen. 

Sie hat mich gleich von Anfang an gepackt, da Laini Taylor es versteht zu erzählen. Sie tut es auf eine wunderschöne Art und Weise und hatte mich mit ihrem Schreibstil sofort am Haken. 
Zu Anfang werden wir gleich ins Geschehen geworfen und lernen Karou kennen, die von ihrem Exfreund Kaz genervt wird. Dadurch kristallisiert sich gleich Karous Charakter heraus, der mir sehr sympathisch ist. Sie sagt was sie denkt und ist anders als die anderen, ohne es zu wollen. Sie hat blaue Haare und viele Tattoos, sie studiert Kunst und sie hat ein kleines Geheimnis. 
Karous "Familie" ist nicht ganz so normal wie die anderen. Wir würden sie als Monster bezeichnen, da sie aus verschiedenen Tier- und Menschenkörpern bestehen. Doch auch die sind mir sofort ans Herz gewachsen. Besonders der verschlossene und grimmige Brimstone, der einen Laden betreibt, in dem er Wünsche verkauft. 


Die Welt, die Laini Taylor hinter einer Holztür in Prag erschaffen hat, durch die Karou immer verschwindet, wenn sie Brimstone besucht, ist spannend und hat mich total neugierig gemacht. Umso trauriger war ich, als einem dies wieder genommen wurde. Plötzlich tauchen an jeder Tür auf der Welt, die zu Brimstone führen, schwarze Handabdrücke auf und die Welt, von der ich noch so gerne mehr gelesen hätte verschwand wieder. 

Stattdessen lernen wir Akiva kennen, zu dem Karou eine ganz besondere Beziehung aufbaut. Ich finde die beiden schon sehr süß und sie könnten sich zu einem meiner Lieblingspaare entwickeln. Sie haben eine sehr spannende, gemeinsame Vergangenheit und eigentlich keine Zukunft. Aber die Liebesgeschichte der beiden ist sehr erfrischend im Gegensatz zu all den Vampir- und Werwolfliebeleien. 
Die beiden sind in einen uralten Kampf verwickelt zwischen zwei Völkern, zu denen ich aber noch nichts verraten möchte. 

In dem ersten Band der Reihe erfährt Karou wer sie überhaupt ist und woher sie stammt. Es ist super spannend und die Vorgeschichte ist toll erzählt. Wie schon gesagt mag ich den Schreibstil von Laini Taylor sehr. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und auch der zweite Teil liegt schon auf dem SuB bereit zum Lesen. Das einzige, was mich gestört hat war, dass die Autorin gleich ein paar Charaktere sterben ließ, die mir besonders gefielen. Aber dafür kann ich ihr keine Blume abziehen und deshalb hat sie alle fünf verdient. Tolles Buch!!



Ich hatte stets aus Liebe gekämpft. Für meine Familie. Für Aspen. Und obwohl es mir Angst machte, war ich mir sicher, dass all meine Aktionen in Bezug auf Maxon - selbst wenn sie absolut töricht waren - ebenfalls von Liebe gesteuert wurden. Aber wenn es bei dieser Sache nun um etwas Wichtigeres ging als das?
[S. 31]

Wir waren im Großen Saal und ließen gerade eine weitere Unterrichtsstunde in Etikette über uns ergehen, als plötzlich Steine durchs Fenster flogen.

Nur noch vier Mädchen konkurrieren um Prinz Maxon und die Krone von Illeá. America hätte nie zu träumen gewagt, in die engste Auswahl zu kommen. Doch während das Casting sich unaufhaltsam dem Ende nähert, versucht der König mit allen Mitteln America und Maxon zu entzweien. Und zur gleichen Zeit setzen die Rebellen den Palast härter denn je unter Druck. America wird klar, dass sie kämpfen muss - für ihre eigene Zukunft und für die von Illeá.

Es kam mir so vor, als hätte ich Jahre auf diese Fortsetzung und dieses eigentlich geplante Ende gewartet. Und genau deshalb bin ich gleich am Erscheinungstag in die Buchhandlung gestürmt und habe es mir geschnappt. 
Was soll ich sagen? Der letzte Band war für mich ein Feuerwerk von Spannung, Emotionen und Gefühlen.

Der Anfang des Buches hat mich leider nicht mitgerissen. Ich dachte nur: Wo ist meine selbstbestimmte America und wer ist dieses Mädchen, das sich an Männerhälse klammert? 
Zum Glück legte sich das schnell wieder und America wurde zu dem Mädchen, das sich den Gesetzen und Regeln des Königs widersetzte. 

In diesem Band geht es um die letzte Runde des Castings und eigentlich dachte ich, dass die Geschichte sich mehr um die Entscheidung Americas für Aspen oder für Maxon dreht. Aber diese Wahl war schnell getroffen. 


Die Story wurde entgegen meiner Erwartung also viel komplexer. Plötzlich war nicht mehr klar, ob Maxon wirklich so starke Gefühle für America hat und ob er sie wirklich zur Prinzessin macht, wenn sie mit den Fingern schnippst, denn dieses Gefühl hatte das Ende des zweiten Bandes vermittelt.
Die politischen Verhältnisse und Missstände von Illeá werden mehr beleuchtet und auch die restlichen Mädchen der Elite lernen wir besser kennen. 
In den letzten beiden Bänden waren sie irgendwie immer Schatten, die auftauchten, wenn America sich mal konkurrieren musste, aber nun sind sie zu richtigen Charakteren ausgereift mit spannenden Vorgeschichten, die sie uns besser verstehen lassen.
Vor allem Celeste - man kann es kaum glauben - ist mir sehr ans Herz gewachsen!

Und das Ende trumpfte dann nochmal an Spannung auf, weil sich die Ereignisse überschlugen. Rund um gelungen!
Leider bleiben Fragen offen, was die politische Zukunft von Illeá angeht und auch in Americas Vergangenheit gibt es noch so einiges, was ich gerne erfahren würde. 

Aber das Tolle ist, dass dieser Band wohl nicht das Ende war! Mitte diesen Jahres erwartet uns schon die englische Version vom vierten Band und hoffentlich Anfang des nächsten Jahres dann die deutsche Version.
Es geht also weiter, aber dieses Mal mit Americas Tochter. Ich bin gespannt!


Aber ich wollte eine echte Kriegerin werden, so wie die anderen Schüler. Ich wollte genauso wild, stark und tapfer sein wie sie, wie meine Mom und meine Grandma es gewesen waren. 
[S. 88]

VORSICHT! SPOILERALARM!
ZUM 1. BAND DER REIHE

Logan Quinn wollte mich umbringen. 

Gwen Frost lebt. Noch.
Denn die Schnitter des Chaos haben es auf sie abgesehen. Und deshalb muss Gwen an der Mythos Academy kämpfen lernen. Ihr Lehrer: der attraktive Logan Quinn, in den Gwen heimlich verliebt ist. Die Komplikationen sind allerdings vorprogrammiert, denn der Spartaner hat ihr bereits zu Anfang des Schuljahres das Herz gebrochen. Ein Skiausflug bietet ihr endlich die willkommene Abwechslung vom harten Training - dort lernt sie den umwerfenden Preston kennen. 
Bald wird jedoch klar, dass Gwen ganz andere Sorgen hat: Die Feinde der Mythos Acadamy sind ihr auch außerhalb des Campus auf den Fersen und setzen alles daran, Gwen zu töten. Und zu allem Überfluss scheint auch Preston nicht der zu sein, für den sie ihn hält ... 

Der erste Band der Mythos Acadmey-Reihe Frostkuss hatte mich vor ungefähr einem Jahr umgehauen. Umso mehr habe ich mich auf den zweiten Band gefreut. Doch leider wurde ich ziemlich enttäuscht.

Der erste Grund ist der Schreibstil von Mrs Estep, den ich in der Rezension zu Frostkuss noch gelobt hatte. Dieses Mal hat sie mir eindeutig zu oft Wörter wie wirklich oder ehrlich benutzt mit denen sie Gwen andauernd nochmal ihre Gedanken unterstreichen ließ, was mich ziemlich genervt hat. Ein Buchcharakter muss sich nicht vor mir rechtfertigen für das was er denkt.

Der nächste Punkt wäre dann Gwen selbst. Zum ersten Teil habe ich viele Rezensionen gelesen, in denen kein gutes Haar an Gwen gelassen wurde. Da konnte ich es meist nicht verstehen, aber in diesem Band hätte sie mich teilweise zur Weißglut bringen können. Andauernd nörgelte sie an sich rum und machte sich schlecht. Sie will unbedingt wie die anderen Mythos-Schüler sein, aber da sie Gwen ist wird das nie geschehen, da ja alle besser seien als sie.
Außerdem nervten mich ihre andauernden Rechtfertigungen. Am liebsten hätte ich ich sie mal geschüttelt und ihr gesagt: Gwen, tu doch einfach was du für richtig hälst!



Es gab natürlich auch positive Sachen an der Fortsetzung der Mythos-Reihe.
Dieses Mal haben wir die Schüler in ein Winter-Resort begleitet, in dem sie ein Wochenende verbingen. Doch auch dort ist Gwen vor den Schnittern des Chaos nicht sicher. Das hielt zumindest die Spannung aufrecht.

Die Sache mit dem "umwerfenden" Preston hat mir leider gar nicht gefallen. Es war ziemlich vorhersehbar und der Typ war mir nicht sympathisch. Ich verstehe nicht, wie Gwen von ihm hin und weg sein konnte.

Alles in Einem bleibt mir also nur zu sagen, dass mich der zweite Teil sehr enttäuscht hat und doch packt mich die Story und die Welt, die Jennifer Estep mit der Mythos Academy erschafft und daher werde ich dem nächsten Band noch eine Chance geben.



"Bist du okay?"
"Ja. Nein. Ich liebe dieses Gemälde, Mo. Ich liebe es wirklich. Ich weiß, wie dumm das klingt, aber der Gedanke, sie zu verlieren ... Es ist, als würde ich einen Teil von mir selbst verlieren."
[S. 343]

Ich träumte von Essen.

Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein - für ihre Familie, für ihren Mann Èduoard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, das Èduoard von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll ...

Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: Ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Èduoard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück ... 

Nach der spannenden Vorgeschichte Die Tage in Paris musste ich unbedingt wissen wie es weitergeht und hab deswegen sofort das nächste Buch in die  Hand genommen und mit Ein Bild von dir angefangen. 

In der Hauptstory treffen wir am Anfang Sophie wieder, die gerade in der schwersten Zeit ihres Lebens gefangen ist. Sie und ihre Schwester Hélène müssen sich alleine um das Hotel ihrer Familie und ihre Kinder kümmern, da ihre beiden Männer im Ersten Weltkrieg kämpfen. Sie muss die Deutschen ertragen und auch diese Geschichte hat mir mal wieder gezeigt, dass wir nie wirklich stolz darauf sein können aus Deutschland zu kommen. Wir haben zwar nichts mit den Taten unserer Großväter zu tun, aber schämen können wir uns dafür noch immer.
Der gesamte erste Teil des Buches ist aus Sophies Sicht erzählt und ähnelt damit eher einem historischen Roman, aber der Schreibstil von Moyes machte es spannend und Sophie war eine unglaublich sympathische Protagonistin.

Im zweiten Teil kommt es dann zu einem Wiedersehen mit Liv, die ihren geliebten David - den wir in der Vorgeschichte noch kennen lernen durften - verloren hat. Sie lebt ziemlich zurückgezogen in London und steht vor großen Geldproblemen. Diese könnten gelöst werden durch den Verkauf ihres heißgeliebten Gemäldes, das Sophie darstellt, doch sie liebt es so sehr, dass sie es nicht verkaufen kann. 
Auch Liv wurde mir immer sympathischer und zum Ende hin eine richtige Kämpfernatur! 


Die Geschichte der beiden ist über das Gemälde verbunden, dass Sophie darstellt. Im ersten Teil des Buches spielt es auch schon eine Rolle und es ist sehr interessant zu erfahren, wie es von Sophie in Frankreich zu Liv nach London kommt über so viele Jahre. Und ebenso der Rechtsstreit, der in unserer Zeit darüber entbrennt, da sich die Nachfahren von Sophies Mann auf das Eigentum des Gemälde berufen ist sehr interessant. Darf man jemandem sein rechtmäßig erworbenes Eigentum absprechen, wenn es vor vielen Jahren jemand anderem durch Diebstahl entwendet wurde? Zählt da nicht der gutgläubige Erwerb?

Und auch die Liebe kam wie immer nicht zu kurz. Sophies Mann ist im Krieg und es ist ungewiss, ob er überhaupt noch lebt. Livs Mann hingegen ist schon tot und sie lernt den charmanten Paul kennen, der jedoch mehr mit dem vielleicht baldigen Verlust ihres Gemäldes zu tun haben könnte als Liv weiß.
Die Spannung und der Nervenkitzel ist also in beiden Romanzen gegeben und ich habe mit beiden mitgefiebert.

Das ganze Buch über war diese Spannung da und ließ mich Ein Bild von dir lange nicht aus der Hand legen. In der Vorgeschichte zu dem Buch haben wir die rosigen Momente in dem Leben der beiden Protagonistinnen kennen gelernt. Sie waren beide frisch verliebt, heirateten und das Leben stellte ihnen nur kleine Hürden. In diesem Buch jedoch wurden wir von Anfang an in die dunklen Zeiten der beiden geworfen und es brach mir fast das Herz. Es war herzzerreißend und rührend den beiden Frauen dabei zuzusehen wie sie sich ins Leben zurückkämpften oder für ihre entrissene Liebe alles taten.
Ich würde es absolut weiterempfehlen.




Liebe Büchernasen,

wie lange habe ich mich dagegen gewehrt und immer wieder gesagt, dass ich niemals einen eReader haben möchte, da ich das Gefühl eines echten Buches in meiner Hand nicht missen möchte? Ich glaube, es waren unzählige Male. Und nun ist es doch passiert und ein tolino vision 2 ist bei mir Anfang Februar als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk eingezogen. Aber warum?

Immer wieder habe ich auf anderen Bücherblogs Bücher entdeckt, die mich sehr neugierig gemacht haben, aber leider musste ich einsehen, dass es diese nur als eBook gab wie zum Beispiel die vom im.press Verlag. Also keimte in mir immer wieder der Wunsch auch diese Bücher lesen zu können, die nur als eBook veröffentlicht werden und prompt stand ich im Thalia und schaute mir immer wieder den tolino an. 
Für mich war von Anfang an klar, dass ich keinen kindle wollte, da ich Amazon nicht unterstützen möchte, sondern die Buchhändler.

Trotzdem möchte ich das Gefühl ein Buch wirklich zu besitzen nicht missen, denn irgendwie habe ich dieses Gefühl nicht, wenn ich mir ein eBook kaufe. Natürlich ist der Preis von 3,99 € ein klarer Vorteil, aber das gilt schließlich auch nicht für alle eBooks. Viele kosten sogar so viel wie die Printausgabe. Daher ist der Preis kein schlagendes Argument für einen eReader.
Ein eBook zu kaufen gibt mir auch nicht so einen "Kick" wie wenn ich mir richtige Bücher kaufe. Auf meinem eReader kaufe ich auch immer ein Buch nach dem nächsten und sammle dort sozusagen nichts Ungelesenes an. Das ist ganz praktisch.

Immer wenn ich ein eBook beendet habe fehlt mir auch dieses Ritual es nach der Rezension ins Regal zu den anderen Büchern zu stellen. Es ist dann einfach in dieser tolino-Bibliothek hinterlegt und wenn ich ehrlich bin schaue ich es mir dann auch nicht mehr an. Man könnte sagen "Aus dem Auge, aus dem Sinn".

Und trotzdem ist es sehr bequem mit meinem tolino zu reisen, im Bett zu lesen oder mit dem vision 2 sogar in der Badewanne, da er wasserdicht ist. Er hat also auf jeden Fall auch seine Vorteile und doch muss ich sagen, dass ich nach ungefähr einem Monat nicht unbedingt ein totaler Fan von eBooks und meinem tolino geworden bin. Er ist ein netter Begleiter, wenn es darum geht das Gepäck leicht zu halten, aber zuhause nehme ich dann doch lieber ein richtiges Buch in die Hand.

Wie seht ihr das? Lest ihr lieber eBooks oder Printausgaben? Oder wie haltet ihr die Waage zwischen den beiden?


"Ich hab's getan!", ruft sie strahlend. "Entfliehen auch Sie Ihrem Alltag, ganz ohne Konsequenzen. Natürlich können Sie dank des Zeitankers von Timeship jede Zeitreise ohne Auswirkung auf Ihr Jetztsein antreten."
[S. 21]

Eine blechernde Melodie reißt mich aus dem Schlaf.

Es sollte ein gewöhnlicher Sommerferientag werden. Ausschlafen, frühstücken, vom kleinen Bruder genervt werden, die Sonne genießen. Doch dann muss die siebzehnjährige Alison feststellen, dass ihr Bruder verschwunden ist. Schlimmer noch, es hat ihn nie gegeben - zumindest nicht in dieser Realität. Und damit beginnt das Spiel: Im Rausch durch die Zeiten, vor Millionen von Zuschauern und einer unerbittlichen Jury bekommt Alison die Aufgabe, die Vergangenheit so zu korrigieren, dass sie wieder in ihre ursprüngliche Gegenwart zurückkehren kann. Eine Aufgabe, die Alison durch sämtliche Jahrhunderte führt, vor unmögliche Herausforderungen stellt und viel schwieriger ist, als sie es sich jemals vorgestellt hat. Gerade mit dem geheimnisvollen Kay an ihrer Seite, der sie viel besser kennt, als es eigentlich möglich sein sollte… 
 
 Ich finde das Thema Zeitreisen super interessant, weshalb mich der Klappentext von Zeitrausch - Spiel der Vergangenheit sofort angesprochen hat. 
Der Anfang zieht sich nicht lange hin, sondern man wird sofort ins Geschehen katapultiert und steht schon bald mit Alison auf der Bühne der Zukunft, in der das Zeitreisen möglich ist. Die Idee aus den Zeitreisen eine Spielshow zu machen finde ich richtig gut, denn es kam sofort das Gefühl rüber, dass es für die Menschen der Zukunft vollkommen normal ist sich in anderen Jahrhunderte zu begeben. 

Für Alison steht ihr kleiner Bruder Jeremy auf dem Spiel. Sie wird mit ihrem Scout Kay in eine Zeit geschickt und muss in dieser eine Kleinigkeit so verändern, dass es eine Realität mit ihrem kleinen Bruder wieder geben kann.
Es war ziemlich interessant zu sehen, was auch nur eine winzige Veränderung der Vergangenheit mit der Zukunft anrichten kann. Selbst ein kleine Berührung auf der Straße kann zu einer völlig neuen Gegenwart führen als wir sie kennen.

Der Gedanke, dass es neben unserer Realität noch Millionen andere geben soll, in denen immer eine Kleinigkeit anders ist, da jede Entscheidung die wir treffen automatisch eine andere Realität erzeugt, in der wir eben die andere Entscheidung getroffen haben, ist beängstigend.
 
 
Da Alison und Kay in so einige Punkte der Vergangenheit reisen wird es nie langweilig, da man durch die verschiedensten Epochen gelangt.
Zum Ende hin wurde es mir dann teilweise jedoch zu langatmig. Ab der Szene, in der Kay und Alison in die Wüste gereist sind waren manche Stellen ziemlich in die Länge gezogen und ebenso das Ende fand ich sogar ein wenig undurchsichtig.

Alison war mir zum Anfang ganz sympathisch, aber sie wurde im Laufe der Geschichte immer hysterischer und war eindeutigt viel zu schnell mit Kay vertraut, auch wenn die beiden mehr verbindet als Alison weiß.
Kay hingegen war mir erst zu ruhig und dann zu herrisch. Irgendwie hatten also beide ihre Macken, mit denen ich nicht ganz klar kam. 

Trotzdem und gerade für die Idee mit den Zeitreisen und der Spielshow der Zukunft hat das Buch für mich drei Blumen verdient und ich freue mich auch auf Band 2 Zeitrausch - Spiel der Zukunft.