"Ich hab's getan!", ruft sie strahlend. "Entfliehen auch Sie Ihrem Alltag, ganz ohne Konsequenzen. Natürlich können Sie dank des Zeitankers von Timeship jede Zeitreise ohne Auswirkung auf Ihr Jetztsein antreten."
[S. 21]

Eine blechernde Melodie reißt mich aus dem Schlaf.

Es sollte ein gewöhnlicher Sommerferientag werden. Ausschlafen, frühstücken, vom kleinen Bruder genervt werden, die Sonne genießen. Doch dann muss die siebzehnjährige Alison feststellen, dass ihr Bruder verschwunden ist. Schlimmer noch, es hat ihn nie gegeben - zumindest nicht in dieser Realität. Und damit beginnt das Spiel: Im Rausch durch die Zeiten, vor Millionen von Zuschauern und einer unerbittlichen Jury bekommt Alison die Aufgabe, die Vergangenheit so zu korrigieren, dass sie wieder in ihre ursprüngliche Gegenwart zurückkehren kann. Eine Aufgabe, die Alison durch sämtliche Jahrhunderte führt, vor unmögliche Herausforderungen stellt und viel schwieriger ist, als sie es sich jemals vorgestellt hat. Gerade mit dem geheimnisvollen Kay an ihrer Seite, der sie viel besser kennt, als es eigentlich möglich sein sollte… 
 
 Ich finde das Thema Zeitreisen super interessant, weshalb mich der Klappentext von Zeitrausch - Spiel der Vergangenheit sofort angesprochen hat. 
Der Anfang zieht sich nicht lange hin, sondern man wird sofort ins Geschehen katapultiert und steht schon bald mit Alison auf der Bühne der Zukunft, in der das Zeitreisen möglich ist. Die Idee aus den Zeitreisen eine Spielshow zu machen finde ich richtig gut, denn es kam sofort das Gefühl rüber, dass es für die Menschen der Zukunft vollkommen normal ist sich in anderen Jahrhunderte zu begeben. 

Für Alison steht ihr kleiner Bruder Jeremy auf dem Spiel. Sie wird mit ihrem Scout Kay in eine Zeit geschickt und muss in dieser eine Kleinigkeit so verändern, dass es eine Realität mit ihrem kleinen Bruder wieder geben kann.
Es war ziemlich interessant zu sehen, was auch nur eine winzige Veränderung der Vergangenheit mit der Zukunft anrichten kann. Selbst ein kleine Berührung auf der Straße kann zu einer völlig neuen Gegenwart führen als wir sie kennen.

Der Gedanke, dass es neben unserer Realität noch Millionen andere geben soll, in denen immer eine Kleinigkeit anders ist, da jede Entscheidung die wir treffen automatisch eine andere Realität erzeugt, in der wir eben die andere Entscheidung getroffen haben, ist beängstigend.
 
 
Da Alison und Kay in so einige Punkte der Vergangenheit reisen wird es nie langweilig, da man durch die verschiedensten Epochen gelangt.
Zum Ende hin wurde es mir dann teilweise jedoch zu langatmig. Ab der Szene, in der Kay und Alison in die Wüste gereist sind waren manche Stellen ziemlich in die Länge gezogen und ebenso das Ende fand ich sogar ein wenig undurchsichtig.

Alison war mir zum Anfang ganz sympathisch, aber sie wurde im Laufe der Geschichte immer hysterischer und war eindeutigt viel zu schnell mit Kay vertraut, auch wenn die beiden mehr verbindet als Alison weiß.
Kay hingegen war mir erst zu ruhig und dann zu herrisch. Irgendwie hatten also beide ihre Macken, mit denen ich nicht ganz klar kam. 

Trotzdem und gerade für die Idee mit den Zeitreisen und der Spielshow der Zukunft hat das Buch für mich drei Blumen verdient und ich freue mich auch auf Band 2 Zeitrausch - Spiel der Zukunft.


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