Eine Aktion von Maura (The emotional life of books)

Ihr Lieben,

es ist schon wieder Montag. Für viele geht die Schule in ein paar Tagen wieder los (oder ist schon losgegangen) und so finden wir allmählich alle wieder in unseren Alltag zurück. Und was ist immer das schönste an einem Montag? Richtig: Der Cover Monday!
In diesem Sinne wünsche ich euch einen entspannten Start in die Woche und viele tolle Lesestunden!

Totentöchter / Die dritte Generation von Lauren Destefano


Darum geht's:
Rhine ist sechzehn Jahre alt – und wird in vier Jahren sterben. Ein missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit: Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist…

Wieso/Weshalb/Warum:
 Mir gefallen vor allem die Farben des Covers und seine Einfachheit. Man sieht ein Mädchen, dass sich schon fast golden leuchtend vom dunkelvioletten Hintergrund abhebt. Neben ihr ein hübscher Vogelkäfig mit einem kleinen Vögelchen. Die Gestaltung passt also schon super zum Inhalt des Buches. Hinzu kommt dann noch, dass ich Mädchen in hübschen Kleider sehr gerne auf Covern hab. Das gibt dem Ganzen immer etwas Edles und so ist es auch hier! Einfach ein wunderschönes Cover.
Leider wurde dies vor einiger Zeit geändert. Genauso wie der Titel des Buches, das nun "Land ohne Lilien" heißt. Das neue Cover finde ich auch nicht so schön wie dieses, aber das ist wohl Geschmackssache.

Was sagt ihr dazu?

Und HIER geht es zum letzten Cover Monday!

Ich stelle mir vor, wie ich sein werde, wenn ich tot bin. Vollkommen. Atemlos. Mit einem stillen, steinernen Herzen. Die Last meines nutzlosen Körpers verfault in der Erde. Meine Seele, leichter als Papier, gleitet weg von ihrem Kerker aus Fleisch.
[S. 41]

Noch siebenundzwanzig Tage bis zur Freiheit, und ich bin gefangen in einem Blechkasten mit grau bezogenen Sitzen und dem künstlichen Piña-colada-Gestank eines Wunderbaums, der am Rückspiegel baumelt.

Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.  

Stephanie - alias Stevie - leidet unter einer Essstörung. Ihr Vater schickt sie in ein Therapiezentrum, damit sie sich der "Heilung" unterziehen kann, wie es dort genannt wird. Doch Stevie möchte nicht gesund werden, sondern verschwinden und dafür hat sie noch 27 Tage Zeit. Bis dahin will sie tot sein.

Die Thematik des Buches ist alles andere als leicht, sondern eher sehr schwere Kost. Vor allem, weil die Autorin selbst durch die Krankheit gegangen ist und daher weiß wovin sie spricht. Sie beschreibt die Auswirkungen einer solchen Essstörung sehr ehrlich, was mir teilweise ziemliche Gänsehaut bereitet hat. Aussagen wie "Mädchen mit einem grünen Band ums Handgelenk sind schwach, denn sie fügen sich der Heilung" und "Ich werde für immer eines der roten Mädchen bleiben" sind da keine Seltenheit. Am meisten jedoch hat mich schockiert, als Stevie ihre Diagnose Bulemie bekommt. Sie bricht zusammen, weil sie zu den Magersüchtigen gehören möchte, denn dies seien schließlich die Mädchen, die es schaffen gar nichts zu essen. Die wissen was es heißt, disziplinert zu sein.



Stevies ehrliche Gedanken haben mich also ziemlich aus der Bahn geworfen.
Auch ihr Grund, weshalb sie damit angefangen hat ihren Körper zu hassen und sterben zu wollen, fand ich nachvollziehbarer als der 0-8-15-Grund "Ich wollte so dünn sein wie die anderen". Vor einem Jahr starb ihr Bruder und seinen Verlust hat sie nie wirklich verkraftet, weshalb sie an seinem Todestag nun auch sterben möchte.

Die Geschichte zwischen Josh - Stevies Bruder - und Stevie spielt eine große Rolle in diesem Buch und nach und nach wird aufgedeckt was es mit Joshs Tod auf sich hat und was Stevie damit zu tun hat. Sehr spannend! Wir erfahren also auch einiges aus Stevies früherem Leben.

Stevies Entwicklung während der Geschichte gefiel mir sehr. Sie wurde nie zu einem Mädchen, dass sich plötzlich komplett verändert und einsieht, dass sie unbedingt Hilfe braucht. Sie ist sich immer treu geblieben und konnte sich dennoch dabei zum positiven entwickeln. Das hat sie mir sehr sympathisch gemacht.

Ebenso sympathisch war mir ihre Therapeutin SK. SK steht für Seelenklempner und wird von Stevie benutzt, um Anna zu beschreiben, die viele Gespräche mit ihr führt. Auch diese hat eine dunkle Vergangenheit, die später näher beleuchtet wird.

Alles so leicht ist also alles andere als leicht und niemandem zu empfehlen, der sich in solche Menschen wie Stevie überhaupt nicht hineinversetzen möchte oder kann. Für einige ist dieses Buch vielleicht auch mit Vorsicht zu genießen.
Mir wird es auf jeden Fall noch lange im Gedächtnis bleiben, da es seit langem mal wieder ein Buch war, das ich nicht aus der Hand legen konnte.



Eine Aktion von Maura (The emotional life of books)

Liebe Covervictims,
es ist wieder Montag und das heißt, wir dürfen wieder unsere schönsten Cover zeigen! 
So startet man doch gut in die Woche! Ich habe noch zwei Tage Urlaub und dann geht es für mich zurück in die hektische Arbeitswelt.
Aber daran denke ich jetzt noch nicht und wünsche allen Urlaubern unter euch noch viel Erholung und Sonnenschein und allen fleißigern Arbeitsbienchen unter euch noch ganz viel Motivation!
 Und nun zum Cover:
So kalt wie Eis, so klar wie Glas von Oliver Schlick

Darum geht's:
Die achtzehnjährige Cora kommt nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter nach Rockenfeld, wo ihr Großvater Jacob Dorneyser lebt. In dem Dorf werden nach alter Handwerkskunst Schneekugeln hergestellt, eine Tradition, die Coras Urahn Ende des 16. Jahrhunderts begründete. Der Legende nach soll ihm vom Teufel höchstpersönlich die erste Kugel geschenkt worden sein. Fasziniert von der Kunst, kleine Welten unter Glas zu schaffen, bittet Cora ihren Großvater darum, sie auszubilden. Doch schon nach kürzester Zeit geschehen die seltsamsten Dinge. Da ist zum einen der gutaussehende, geheimnisumwitterte Niklas mit den stechend blauen Augen, zu dem sich Cora unwillkürlich hingezogen fühlt und dessen Besuche bei Jacob sie niemandem gegenüber erwähnen soll. Nachts beobachtet Cora Lichter im Wald und Schneeflocken fügen sich wie von Geisterhand vor ihren Augen zu warnenden Worten zusammen. In Cora wächst die Überzeugung, dass an der alten Legende ein Fünkchen Wahrheit haften muss. Was hat es mit der rätselhaften, ersten je geschaffenen Schneekugel auf sich?

Wieso/Weshalb/Warum: 
Obwohl es nicht wirklich zum Cover gehört muss ich es erwähnen: Ich liebe den Titel!
Als nächstes mag ich die Farben des Covers: eisige Blautöne, tiefes Schwarz und das Orange der Morgenröte. Die schwarzen Schneeflocken verleihen dem Cover etwas sehr elegantes, da sie sehr detailiert und zart dargstellt wurden. Und auch die Frau und die Vögel wirken sehr zart hübsch gezeichnet. Ich mag diese Art von Cover.

Was sagt ihr dazu?

Und für noch mehr Cover geht es HIER zum letzten Cover Monday!



"Ich habe mir immer vorgestellt, dass das Leben eine Höhle voller Kerzen ist", sagt sie. "Bei unserer Geburt brennt die Hälfte der Kerzen. Jede gute Tat entzündet eine weitere und spendet etwas mehr Licht. [...] Aber zwischendurch erlöschen auch Flammen durch Egoismus und Gemeinheiten. Verstehst du? Einige Kerzen zünden wir an, andere blasen wir aus. Am Ende können wir nur hoffen, dass wir in dieser Welt mehr Licht als Dunkel geschaffen haben."
[S. 56] 

Das Ganze dauerte einhundertdreiundsechzig Tage. 

Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat … 
 
Jeder von uns hat schon Fehler in seinem Leben gemacht, die anderen Leuten vielleicht weh getan haben. Für manche von ihnen war es nicht schwer, sich zu entschuldigen, für andere hingegen findet man keine Worte, um auch nur eine annähernd ausreichende Entschuldigung zu formulieren. Und manchmal möchte man sich selbst gar nicht eingestehen, dass man etwas falsch gemacht hat, da es einfacher ist, mit einer Lüge zu leben, als sich seine Schuld einzugestehen. 
 
Genauso geht es Hannah Farr in Nur einen Horizont entfernt. In ihrer Kindheit wurde sie übel verletzt von einem anderen Mädchen und hat dann selbst einen schlimmen Fehler begangen. 
Aber nicht nur Hannah trägt eine schwere Last mit sich herum, sondern jeder in ihrem Umfeld. In dem Buch erfahren wir also auch viel von den Nebencharakteren, die jemandem vergeben oder die selbst um Verzeihung bitten. 

Alles fängt mit 70 Steinchen an, die von Hannahs ehemaliger Schulfreundin verschickt wurden - zwei für jeden, den sie um Vergebung bittet. Ein Stein soll zurückgeschickt werden, wenn man die Entschuldigung annimmt und vergibt und den anderen soll man selbst weiterschicken an jemandem, dem man selbst Unrecht angetan hat. 
So kommt Hannahs Geschichte ins Rollen und sie beginnt sich wieder mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen, mit der sie eigentlich abgeschlossen hatte.


Damals hatte sie schlimme Anschuldigungen vorgenommen, die vielleicht doch nicht so der Wahrheit entsprechen, wie sie andere Leute hat glaubhaft machen wollen. Ich selbst habe ihr am Anfang auch geglaubt, doch je mehr die Geschichte voranschreitet, desto mehr weiß man selbst nicht mehr, was man noch glauben soll. Es bleibt also ziemlich spannend und unvorhersehbar, da man nach den nächsten 10 Seiten sowieso wieder seine Meinung ändern kann, da eine neue Wahrheit ans Licht kommt.

Da nicht nur Hannah sich entschuldigt, sondern so gut wie jeder Charakter in diesem Buch, war ich zeitweise etwas durcheinander, wessen Geheimnis nun gelüftet wurde und wer nun was zu wissen glaubt. 

An Emotionen wird natürlich auch nicht gespart, denn wie jeder weiß gehen die mit Entschuldigungen und Beichten immer einher. Vor allem die Augenblicke zwischen Hannah und ihrer Mutter haben mich sehr berührt, da sie gut gezeigt haben, wie innig Mutter-Tochter-Beziehungen sind, auch wenn man sich jahrelang nicht gesehen hat. 

Alles in Einem ein sehr schönes Buch über das Vergeben und sich selbst etwas eingestehen, um endlich zu seinem Glück zu finden. Eine nette Leseempfehlung für zwischendurch.
 
 
 



Liebe Büchernasen,

etwas spät (okay...sehr spät) rücke ich dann nun auch mit meinem Rückblick für den Juli raus. Wir haben schon fast den August geschafft, aber trotzdem möchte ich noch ein paar Worte zu meinem Juli loswerden. Seit ein paar Monaten fiel mir immer öfter auf, dass ich mehr für meinen Blog lese als für mich selbst. Daher verlor ich teilweise auch ziemlich die Lust daran, wie nachher auch an dem Stapel der gelesenen Bücher zu sehen ist, denn der ist dieses Mal nicht wirklich hoch. Mehr zu diesem Thema könnte ihr in diesem Post nachlesen.
Jetzt möchte ich mich also wieder mehr auf das Lesen an sich konzentrieren und mir mehr Zeit für Bücher nehmen, anstatt sie nur für eine neue Rezension zu verschlingen. 

Nun aber zu den Büchern, die ich im Juli gelesen habe:

    [Rezension folgt] 

Am besten hat mir von den dreien Alles so leicht gefallen. Die Geschichte von Stevie hat mich sehr berührt und nicht mehr losgelassen. Ein wunderschönes Buch. 
Eine wirkliche Enttäuschung ist keines der Bücher gewesen, aber Dem Glück so nah hat nicht ganz das gehalten, was es versprochen hat und muss sich deshalb mit dem letzten Platz begnügen.

Das dickste Buch im Juli war für mich Das geheime Tagebuch der Lizzie Bennet mit 494 Seiten.
Insgesamt habe ich in diesem Monat 1165 Seiten gelesen. Wenigstens über 1000.

Dafür, dass ich im Juli nicht viele Bücher gelesen habe, habe ich ziemlich viele gekauft:

Eleanor & Park | Alles so leicht | Selection / Die Kronprinzessin | 
Noch so eine Tatsache über die Welt | Weil wir uns lieben | Liebe verletzt

Ich habe also einen eindeutigen SuB-Zuwachs zu verzeichnen, was ich gar nicht mal so schlimm finde, denn umso mehr Auswahl habe ich, wenn ich wieder ein neues Buch beginnen möchte. Man könnte also sagen, ich habe gelernt mit diesem riesigen Bücherstapel ungelesener Lektüre zu leben, der sich immer mehr in meinem Wohnzimmer ausbreitet. :)

Wie war euer Juli? Oder sollte ich schon fast August sagen? ^^



Kaum ein Buch hat heute keine Fortsetzung mehr - vor allem die im Bereich Jugendliteratur. Mindestens zwei müssen es wohl mittlerweile sein, obwohl manche Geschichten sich viel besser in einem Einzelband gemacht hätten. 

Und dann gibt es noch die Bücher, die unbedingt eine Fortsetzung brauchen, die aber einfach nicht erscheinen will. Immer wieder informiert man sich, wann dann nun endlich die Geschichte weitergeht, aber zu einem wirklichen Ergebnis kommt man nicht. 

Ich möchte euch heute zwei Reihen zeigen, auf deren Fortsetzung ich nun schon eine gefühlte Ewigkeit warte und wo ich wohl erstmal ein Re-Read starten muss, um den nächsten Band überhaupt noch zu verstehen.

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Der erste Teil der BETA-Reihe erschien im Oktober 2012 auf Englisch und im Februar 2013 auf Deutsch. Seitdem warten wir auf die Fortsetzung, denn mit dem Cliffhanger am Ende wird es einen zweiten Teil geben, auf den ich auch sehr gespannt bin.
Ich habe recherchiert und gesehen, dass der zweite Teil letztes Jahr im Oktober auf Englisch unter dem Titel Emergent erschienen ist, aber wo ist unsere deutsche Übersetzung? 
Ich konnte auch nirgendwo einen Termin dafür finden und fände es sehr schade, wenn er gar nicht mehr übersetzt wird. 

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Der zweite Teil der Reihe erschien im März 2014 und auch dort warten wir schon lange auf die Fortsetzung, denn auch dieser Band endete ziemlich offen. Auf Englisch gibt es den dritten Band Reborn schon seit Januar diesen Jahres.
Die Geschichte von Anna und ihren Jungs hat mich damals von der ersten Seite an mitgerissen und nun möchte ich natürlich auch wissen wie es weiter und wie es zu Ende geht. 


Habt ihr auch Reihen, bei denen ihr schon ewig auf den nächsten Teil wartet?

 

Meine lieben Büchernasen, Bookaholics und Buchblogger,


ich weiß nicht, ob ich die einzige bin, die so fühlt oder der es in letzter Zeit aufgefallen ist, deshalb möchte ich gleich zu Anfang noch mal sagen, dass dies hier ganz allein meine Meinung ist und ich auch jede Art von Kommentar dazu respektiere, solange er gewisse Regeln der Höflichkeit einhällt (aber da mache ich mir bei euch keine Sorgen).

Vor fast zwei Jahren habe ich mir mit dem Bloggen hier einen Traum erfüllt und die ganze Sache sehr entspannt gesehen. Ich habe gelesen wie ich Zeit fand und mit Begeisterung Rezensionen geschrieben. Je mehr andere Buchblogs ich aber las, desto mehr setzte ich mich selbst unter Druck.

"Oh, der hat diesen Monat 7 Bücher gelesen! Oh, und der sogar 12! Meine Güte! Der hat sich mit 18 sogar selbst übertroffen!"

Ich fing an, immer weniger dicke Bücher zu lesen, um auch mal so viele Bücher zu schaffen, denn mittlerweile gehört es fast schon zum Buchbloggersein dazu, dass man wohl 10 Bücher im Monat schafft. Ich selbst bin froh, wenn ich 4 oder 5 schaffe, da ich nebenbei arbeiten gehe und gerade kurz vor dem Ende meiner Ausbildung stehe. Ich fing also an, mich kaum noch an dicke Wälzer zu trauen, weil ich Angst hatte, mein schon kleines Monatspensum nicht mehr einhalten zu können. 
"Auf diesem Blog ist das Buch sogar schon vor Erscheinungsdatum rezensiert worden oder ganz knapp danach! So akutell wäre ich auch gern."

 Der nächste Punkt mit dem ich mich ziemlich unter Druck gesetzt habe ist, dass ich immer aktuell sein möchte. Das ist ja auch nichts schlimmes, denn man möchte die Buchbegeisterten schließlich auf dem Laufenden halten und immer das Neuste für sie parat haben. Das führte dazu, dass ich die älteren Bücher auf meinem SuB immer mehr anfing zu vernachlässigen, da die neuen (meist die Neuerscheinungen des Monats) sofort gelesen wurden, um sie zu rezensieren und damit auch aktuell zu sein. 

"Fast jeden Tag eine neue Rezension oder zumindest ein neuer Post. Das nenne ich unterhaltsam und lesenswert."

Der Horror eines jeden Bloggers ist wohl die tote Hose auf dem eigenen Blog. Man möchte seine Leser unterhalten und ihnen so oft es geht neues liefern, damit sie gerne weiterlesen und damit man natürlich nicht vergessen wird. Manche Blogs schaffen es tatsächlich jeden Tag eine neue Rezension online gehen zu lassen, was mich teilweise wirklich eingeschüchtert hat. Bin ich jetzt kein Bookaholic nur weil ich nicht jeden Tag ein Buch lese?  

Genug gemeckert, jetzt wird daraus gelernt:

Ab sofort möchte ich mich nicht mehr hetzen lassen von irgendwelchen Challenges, Monatsrückblicken oder Postfluten. Ich möchte mich wieder mehr auf das Lesen selbst konzentrieren und meine Bücher genießen. Das ist mir vor allem bei meinem derzeitigen Buch Sommer im Herzen aufgefallen. Ich wünschte, dieser Roman würde nie zu Ende gehen und ich las teilweise extra langsam, um mehr davon zu haben und es richtig zu genießen. Für die Monatsstatistik eigentlich undenkbar. Ich möchte mich also endlich auch wieder an dickere Bücher herantrauen.

Wenn ich an Challenges teilnehme, dann nicht mehr mit dem Druck, sie unbedingt als erstes oder bestes abzuschließen, sondern, um sie als Inspiration zu sehen und neue Bücher zu entdecken. 
Ich möchte auf meinem Blog nicht mehr nur rezensionsorientiert schreiben, sondern auch andere Posts über Bücher und die Welt um sie herum verfassen. 

Ich bin also ab sofort eindeutig aus diesem Wettbewerb raus und hoffe, dass ihr mir trotzdem treu bleibt, auch wenn es mal nur drei Rezensionen im Monat werden, aber dafür welche mit Herz und Begeisterung.

Was denkt ihr darüber?
Ist das nur mir aufgefallen?

Und meine Frage an die Buchblogger unter euch: Geht es euch manchmal auch so?

Das Problem ist, dass ich eigentlich über wichtigere Dinge nachdenken sollte. Über den Zustand der Erde, die Opfer, die wir für unseren Wohlstand bringen, und über den Weltfrieden. Stattdessen denke ich nach über: Jungs.
[S. 221]


"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau."

Lizzie Bennet genießt ihr ungebundenes Leben. Im Moment hätte die Studentin sowieso keine Zeit für eine feste Beziehung. Wer braucht schon einen Mann, um glücklich zu sein?
Nur ihre Mutter will das nicht akzeptieren. Für sie ist klar, solange ihre Töchter nicht verheiratet sind, hat sie als Mutter versagt. Die Aufregung ist daher groß, als Medizinstudent Bing Lee in die Nachbarschaft zieht.
Mit viel Witz berichtet Lizze in ihrem Tagebuch von den Versuchen ihrer Mutter, Bing mit ihrer Schwester Jane zu verkuppeln, und auch von Bings Freund: William Darcy. Der arrogante Darcy bringt Lizzie regelmäßig auf die Palme - und trotzdem geht er ihr einfach nicht aus dem Kopf ...


Ich bin ein großer Fan von Jane Austen und ihren Romanen. Vor Jahren hat es mir vor allem Stolz & Vorurteil angetan, nachdem ich den Film gesehen und das Buch gelesen hatte. In diese Geschichte bin ich also schon verliebt. 
Nun erwartet uns mit Das geheime Tagebuch der Lizzie Bennet eine moderne Version des Klassikers und die ist voller Witz und Spannung!

Die Idee des Buches basiert auf der YouTube-Serie "The Lizzie Bennet Diaries". Ich kannte diese Serie vor dem Buch nicht und schaute mir einige der Videos an, nach dem ich die Hälfte des Buches geschafft hatte. Vorher hatte ich nämlich Angst, dass mich die Videos spoilern würden und das wollte ich natürlich umgehen. 
Aber als ich dann einschaltete bekamen die Personen der Geschichte plötzlich andere Gesichter als ich mir vorgestellt hatte und da das Buch auf dieser Serie basiert gefiel es mir, die "neuen" Gesichter im Kopf zu haben beim Lesen, da sie aus der Original-Serie stammen und damit auch zum Buch gehören.
Auch nachdem ich das Buch ausgelesen habe stöber ich immer noch gern in den Videos, da man so alle Szenen live sehen kann. 

Da sich die Zeiten natürlich geändert haben seit Jane Austens Klassiker verfasst wurde, ist auch die Story an die heutige Zeit angepasst. Die Grundidee ist dieselbe und auch der Ablauf der Geschehnisse, aber wie sich alles abspielt wurde geändert. So war die Story für alle, die den Klassiker kennen nicht vorhersehbar. Zum Beispiel macht Mr Collins Lizzie in Jane Austens Version einen Heiratsantrag und in dieser Geschichte bietet er ihr einen Job in seiner Firma an. 
Die Personen bleiben also in ihren Rollen und sie haben auch immer denselben Namen wie im Klassiker, nur läuft alles ein wenig moderner ab.

Lizzie ist eine sehr sympathische Protagonistin, die die gesamte Geschichte sehr witzig darstellt. Ich habe des Öfteren laut aufgelacht und war teilweise richtig in die Story vertieft, die wie ein Tagebuch erzählt wird. Die Kapitel sind dadurch auch nicht zu lang.
Manchmal zog sich dennoch die Story ein wenig hin, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tat. Für eine witzige Geschichte zwischendurch kann ich dieses Buch also nur empfehlen! 
Und Fans des Klassikers werden auf keinen Fall enttäuscht.