Die scharfe Spitze bewegte sich auf sein Auge zu wie ein Skalpell auf ein Geschwür.

Die siebzehnjährige Lila ist seit Jahren heimlich und unsterblich in Alex, den besten Freund ihres Bruders, verliebt. Es ist immer gefährlich, sich in den Falschen zu verlieben, in Lilas Fall ist es lebensgefährlich: Alex und Lilas Bruder sind Soldaten einer Eliteeinheit, die Jagd auf Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten macht. Und unglücklicherweise verfügt auch Lila über eine besondere Gabe: Sie kann Gegenstände allein durch Gedankenkraft bewegen ... 

 Ein Herzschlag danach lag schon seit einiger auf meinem SuB und der Klappentext, der in meiner Ausgabe steht stimmt leider nicht mit dem aktuellen überein, den man beim Verlag findet. Wäre das der Fall gewesen wäre ich vielleicht mit einer völlig anderen Erwartungshaltung an dieses Buch gegangen und wäre nicht so enttäuscht worden.

Nachdem man den Rückentext meiner Ausgabe gelesen hat, erwartet man keinesfalls, dass Lila übernatürliche Fähigkeiten hat und auch nicht, dass ihr Bruder und sein bester Freund für eine Eliteeinheit arbeiten, die Menschen mit diesen Fähigkeiten jagen. Es klingt nach einer ganz normalen Geschichte und genau deswegen war ich so perpelex, als man plötzlich von Lilas Gabe erfährt, die einfach überhaupt nicht in den Zusammenhang passt.

Die meiste Zeit sind Lilas Gedanken nämlich nur von Alex bestimmt. Sie dachte die ganze Zeit an den besten Freund ihres Bruders und fand einfach kein anderes Thema. Wenn Alex in der Nähe war stellte ihr Hirn sich ab und durch ihren Kopf lief wie ein Werbebanner 'Alex, Alex, Alex, Alex...' 
Egal was Alex tat, die Konsequenz musste sein, dass er eine Freundin hatte. Jede noch so kleine Kleinigkeit ließ für Lila darauf schließen. Das war so unglaublich nervig.

Lila war mir allgemein überhaupt nicht sympathisch. Sie nörgelte die ganze Zeit rum, himmelte Alex an und machte sich einerseits Gedanken wegen ihrer Gabe und andererseits kontrollierte sie fröhlich weiter Dinge in ihrer Umgebung. Für mich passte diese Fähigkeit überhaupt nicht in die Geschichte, da ich - wie schon gesagt - einen komplett anderen Rückentext kenne (da sieht man mal wie viel eine Beschreibung des Buches ausmachen kann). 

Die Geschichte baute für mich leider auch nach 153 Seiten keinen Spannungsbogen auf. Irgendwie geschahen immer die gleichen langweiligen Dinge: Lila liebt Alex, denkt an Alex, möchte wissen was auf der Arbeits ihres Bruder los ist, benimmt sich wie ein Kind, wird behandelt wie ein Kind und fragt sich dann dennoch warum man sie so behandelt. Es waren für mich also 153 Seiten Qual und dann fasste ich den Entschluss das Buch abzubrechen. 

Ich kann also nicht viel zum Verlauf der Handlung sagen oder ob es sich vielleicht doch lohnt weiterzulesen, aber mich konnte dieses Buch überhaupt nicht überzeugen und so bekommt es von mir nur eine einzige Blume.
 


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